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Weserbergland

Weserbergland

Von Teutoburger Wald und Egge bis zur Weser

NSG Sieseberg mit Lerchensporn, Foto: Frank Grawe

Typisch für das Weserbergland sind die großen, geophytenreichen Kalkbuchenwälder wie man sie im Teutoburger Wald, dem Eggevorland oder auch im Oberwälder Land im Herzen des Kreises Höxter findet. Sie betören im Frühjahr mit einem Blütenteppich aus Buschwindröschen, Lerchensporn, Lungenkraut oder Bärlauch nicht nur jeden Wanderer, sondern auch jede Biene.

Man vermutet es erst einmal nicht, aber das Weserbergland nimmt rund ein Viertel der Gesamtfläche Westfalens ein. Der nordrhein-westfälische Teil dieser vielgestaltigen, vorwiegend aus Kalk- und Sandsteinen aufgebauten, waldreichen deutschen Mittelgebirgslandschaft erstreckt sich zwischen dem Teutoburger Wald und dem Eggegebirge im Westen bis zur Weser im Osten. Im Norden begrenzt das Wiehegebirge das Weserbergland, das keilförmig in das nordwestdeutsche Tiefland hineinreicht und mit etwa 60 bis 400 Höhenmetern im allgemeinen recht niedrig ist.

Steinheimer Boerde, Foto: F.Grawe

Die langgestreckten Ketten des Teutoburger Waldes, der Egge, des Wiehen- und Wesergebirges schließen eine Vielzahl unregelmäßig angeordneter Bergrücken, Platten, Becken und Täler ein. Ausgedehnte Lößgebiete wie die Warburger oder Steinheimer Börde sind im Wesentlichen von agrarischer Nutzung geprägt. Dennoch finden sich auch hier überall kleinere und größere Wäldchen, in denen häufig die Buche dominiert. In den Bördelandschaften wird der Wald häufig auf die randlichen Bergketten zurückgedrängt. Charakteristisch für das Weserbergland sind jedoch die großen, geophytenreichen Kalkbuchenwälder wie man sie im Teutoburger Wald, dem Eggevorland oder auch im Oberwälder Land im Herzen des Kreises Höxter findet. Sie betören im Frühjahr nicht nur mit einem Blütenteppich aus Buschwindröschen, Lerchensporn, Lungenkraut oder Bärlauch jeden Wanderer und jede Biene, sondern bieten darüber hinaus zahlreichen bedrohten Tierarten wie Schwarzspecht, Hohltaube, Fledermäusen oder dem Siebenschläfer ein zu Hause bieten. Der Eggekamm selbst ist intensiv forstlich genutzt, hier herrscht die Fichte vor.

Wälder im Eggevorland, Foto: F.Grawe

Einige bemerkenswerte faunistische und floristische Besonderheiten hat die Egge vorzuweisen. Neben dem größten heimischen Wildtier, dem Rothirsch, finden sich hier so seltene Vogelarten wie der Schwarzstorch, der Rauhfußkauz und der Kolkrabe. Als absolute Besonderheit gilt das Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Haselhuhns in der Egge. Aus botanischer Sicht sind Heidekraut und Heidelbeere in größeren Beständen sowie seltene Bärlappe an basenarmen Standorten von besonderer Bedeutung. Größere Bestände der Türkenbund-Lilie im Asseler Wald oder die einzigartigen Kalktriften bei Willebadessen mit europaweit bedeutenden Enzianvorkommen sind weitere floristische Highlights. Nicht ohne Grund engagiert sich der NABU für die Ausweisung der Egge gemeinsam mit Teilen des Teutoburger Waldes und der nach Westen vorgelagerten Senne zum Nationalpark Senne/Eggegebirge.

Stattliches Knabenkraut bei Pömbsen, Foto: F.Grawe

Vor allem im Südosten des Weserberglandes, an den Hängen des Weser- und Diemeltales, finden sich die für NRW recht seltenen, orchideenreichen Kalkmagerrasen noch in größerer Zahl. Die Flusstäler von Nethe, Emmer, Beber, Werre und Bega sowie deren Zuflüsse stellen mit ihren wertvollen Auenbereichen einen bedeutenden Lebensraum für Eisvogel und Wasseramsel dar. Typisch für die zahlreichen größeren und kleineren Täler ist zudem eine strukturreiche Kulturlandschaft mit einem Wechsel zwischen Acker, Grünland, Hecken, Feldhgehölzen und Feuchtbiotopen. Ein besonders schützenswertes Mittelgebirgstal am Südrand des Eggegebirges ist der Pölinxer Wiesengrund. Lassen Sie sich von dieser wunderschönen Mischung aus Wald, Wiesen und Feuchtgebieten verzaubern.

Ausflugstipps

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