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Dingdener Heide

Die Dingdener Heide erleben

Zweite Aussichtskanzel eröffnet faszinierenden Blick auf zentrale Feuchtwiesen

Beobachtungskanzel Dingdener Heide Foto: H.Glader

12. Oktober 2010 - Die zweite Aussichtskanzel in der Dingdener Heide ist in Betrieb und eröffnet einen faszinierenden Blick in den Ostteil der vierten Zeitzone (1920 - 1960) des Projektgebietes "Erlebte Kulturlandschaft". Das heutige Naturschutzgebiet repräsentiert die Blütezeit der ´Grünlandbewegung´. Hier brüten vom Aussterben bedrohte Wiesenvögel wie der Große Brachvogel, der Rotschenkel oder die Uferschnepfe. Zur Eröffnung konnte man aus fünf Metern Höhe bereits 200 Wildgänse an den zwei Wasserstellen beobachten - Vorboten der bis zu 20.000 Gänse, die sich im ausgehenden Winter hier aufhalten. Die Biologische Station im Kreis Wesel errichtete diese Aussichtsplattform auf einer Fläche der Stiftung Dingdener Heide. Die Finanzierung der Kanzel wurde von der NRW-Stiftung, dem Kreis Wesel und über private Spenden sichergestellt.

Waldweide in der Dingdener Heide

Mittelalterliche Landnutzung mit Hinterwälder-Rindern

Hinterwälder in der Dingdener Heide

Im Mai 2008 wurde das erste Waldstück für die vorgesehene Waldweidezone in der Dingdener Heide von Mitarbeitern der Biologischen Station Wesel eingezäunt und eine Viehtränke errichtet. Im Juni war es dann so weit, die ersten beiden Hinterwälder weideten in dem für sie hergerichteten Waldstück. Zunächst fühlten sich die beiden Kühe noch nicht sehr wohl auf dieser mit Bäumen bestandenen Weidefläche. Durchaus verständlich waren sie doch zuvor in einer kleinen Herde von sechs Hinterwäldern auf einer großen, offenen Weide im Naturschutzgebiet untergebracht. Aber nach einigen Tagen hatte sich die Unruhe der Tiere gelegt. Sie fressen nun nicht nur genüßlich Gras, sondern auch die Blätter von Eichen oder Ebereschen. Und genau das sollen sie auch tun.

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Herbstspaziergang in der Heide

Kleiner Rundwanderweg in der Dingdener Heide ist eröffnet

Uferschnepfe

Mit der feierlichen Eröffnung des so genannten "Kleinen Rundwanderwegs" am 14. Oktober 2005 ist das Projekt dem Ziel, 600 Jahre Kulturgeschichte in der Dingdener Heide erlebbar zu machen, wieder einen Schritt näher gekommen. Der Weg führt den Interessierten zu beispielhaften Flächen aus jeder der fünf Zeitzonen. Informationstafeln beschreiben die zugehörige Epoche und stellen einen typischen Bewohner vor. Zu denen gesellen sich seit dem Eröffnungstag auch vier Hinterwälder Rinder. Diese alte Haustierrasse entspricht in ihrem Erscheinungsbild am ehesten den mittelalterlichen Rindern und wird die Zeit der Waldweide auferstehen lassen.

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Dingdener Heide

Projektauftritt

Das Projekt "Dingdener Heide - Geschichte einer Kulturlandschaft " ist ein Gemeinschaftsunternehmen des NABU Landesverbandes NRW, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege und des Landes Nordrhein-Westfalen und wird durch die Biologische Station Wesel betreut. Im Rahmen dieses Projektes soll in der Dingdener Heide zwischen Bocholt und Wesel ein rund 1500 Hektar großes Gelände entstehen, in dem die Entwicklung der Kulturlandschaft in ihren wesentlichen historischen Zeitstufen lebendig werden soll. In einer Art Zeitreise kann man dann erleben, wie das Land hier vor 20, 120 oder 600 Jahren ausgesehen hat und wie die Menschen hier lebten und arbeiteten.

Auf der Internetseite dingdenerheide.de kann sich jeder ausführlich über das Projekt, die Projektpartner, die Stiftung Büngernsche/Dingdener Heide, den Paten Wendelin Haverkamp und die Geschichte der Region informieren.

Schauen Sie doch einmal vorbei ...

Geschichte einer KulturlandschaftDie Dingdener/Büngernsche Heide

Die Dingdener Heide im Grenzgebiet zwischen dem Münsterland und dem Niederrhein war bis 1850 eine ausgedehnte, feuchte Heidelandschaft mit anmoorigen Bereichen. Mehrere Jahrhunderte lang veränderte sich das Landschaftsbild der Dingdener Heide immer wieder grundlegend bis die intensive Landwirtschaft der Gegend ihr heutiges Gesicht gab. Das bundesweit bedeutsame Gebiet ist heute geprägt durch ein Mosaik aus Grünland, Äckern, Kleingehölzen, Wallhecken, Laubwäldchen und Kiefernwäldern. mehr Mehr

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