Nordrhein-Westfalen.NABU.de Projekte & Aktionen Ems

Die Ems

Emsaktionstage

Helfen Sie mit, Leben in die Ems zu bringen

Helfen Sie mit, Leben in die Ems zu bringen

"Wir bringen Leben in die Ems" - unter diesem Motto befreite der NABU gemeinsam mit rund 100 Helfern bereits im Juli 2003 circa 200 Meter Emsufer. Diese Form der Emsrenaturierung war so erfolgreich, dass im August 2009 zwei weitere NABU-Aktionstage stattfanden. Die Ems wurde dabei jeweils auf 50 Metern Länge von ihren uferbegleitenden Steinschüttungen befreit - wieder nur mit Muskelkraft! Nach und nach kommen wir so unserem Ziel immer näher: Eine lebendige Ems mit Uferabbrüchen, Sandbänken und kleinen Inseln, die Uferschwalbe und Eisvogel eine Heimat bieten. mehr Mehr

Neuer Schwung für die Ems

NABU NRW fordert Weiterführung der Renaturierungsprogramme

Emsaue Foto: Dr.P.Schwartze

Trotz einiger Renaturierungsmaßnahmen in der Vergangenheit sehen viele Bereiche der Ems noch immer aus wie in den 1980er Jahren: eine kanalartige Rinne mit Trapezprofil in steinernem Korsett. "Die Ems gleicht streckenweise eher einer Autobahn als einem lebendigen Fluss", sagt Heinz Rinsche vom NABU-Kreisverband Steinfurt. Um den Renaturierungsprogrammen an der Ems neuen Antrieb zu geben, hat der NABU eine Unterschriftenaktion gestartet. Eine breite Öffentlichkeit unterstützt die Aktion: Über 2.000 Bürger haben sich bereits beteiligt. Konkret fordert der NABU die Anbindung des Ems-Altarms bei Saerbeck. Zur Pressemeldung ...

UN-Jury zeichnet NABU-Projekt aus

"Lebendige Ems - Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" ist offizielles Dekade-Projekt

Emsmäander

Die Jury des Nationalkomitees für die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" hat das Projekt "Lebendige Ems - Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" als offizielles Dekade-Projekt ausgewählt. Die Auszeichnung für das vom NABU initiierte und von der Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung geförderte Projekt war für 2 Jahre (2005/2006) gültig. Die Auszeichnungsveranstaltung fand am 1. März 2005 in Stuttgart statt.

Im Rahmen des Projektes Lebendige Ems entstand ein Netzwerk von Schulen und Bildungseinrichtungen entlang der Ems und ihrer Nebenflüsse sowie weiterer Fließgewässer im Münsterland. Ziel war es, dass Schulen gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern die Umwelt vor Ort bewusst erleben, eigene Beobachtungen und Untersuchungen an der Ems, bzw. ihren Nebengewässern durchführen und im Austausch mit anderen die Darstellung der Ergebnisse im Internet veröffentlichen.

Entsprechend dem Alter der Schülerinnen und Schüler wurde Material zur Verfügung gestellt und eine Integration der Inhalte in den Unterricht angestrebt. Per Internet wurden die beteiligten Schulen miteinander vernetzt. Die gewonnenen Daten standen zur gemeinsamen Auswertung allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur Verfügung. Der Aufbau des Netzwerkes fandt in Kooperation mit der Natur- und Umweltakademie NRW und dem Projekt 100 Grüne Klassenzimmer® der Regionale 2004 statt.

Emsausstellung ...

... war auf Reisen

Emsausstellung

Anfassen, schütteln, selber aktiv sein - das sind Dinge, die in Ausstellungen oder Museen normalerweise nicht möglich oder gar verboten sind. Weil das aber am meisten Spaß macht, gibt es eine besondere, vom NABU konzipierte und der nordrhein-westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung geförderte Ausstellung über die Ems.

Die Ems durchfließt in NRW sechs Kreise und kreisfreie Städte und ist namensgebend und identifikationsstiftend. Sie durchfließt Ackerland und Städte, ist Trinkwasserspender, Erholungsraum und mit ihrer Aue das wohl längste Naturschutzgebiet in Nordrhein-Westfalen. All diese unterschiedlichen Nutzungsanprüche führen zu Konflikten, die gemeinsam mit möglichen Lösungwegen in der Ausstellung aufgezeigt werden. Darüber hinaus wird die Ems mit ihrem Naturraum vorgestellt und als Fluss erlebbar gemacht.

Die Wanderausstellung war bis Ende 2006 in NRW von der Quelle der Ems bis zur Landesgrenze bei Rheine unterwegs und wurde dabei in Rathäusern, Bürgerzentren und Schulen gezeigt. Die Ausstellung steht weiterhin zur Ausleihe zur Verfügung. Auf der Homepage www.Lebendige-Ems.de erfahren Sie mehr über das NABU-Projekt. Hier können auch die aktuellen Ausleihbedingungen abgerufen werden.

Viehauftrieb an der Ems

Beweidungsprojekt erfolgreich gestartet

Heckrinder in der Emsaue

Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit haben Anfang April 2004 zwölf Heckrinder und drei Konik-Pferde ihre neue Heimat in zwei Beweidungsgebieten in den Emsauen bezogen. Die Heckrinderherde (1 Stier, 2 Kühe mit Kälbern und 7 Jungrinder) wurde aus Tieren aus dem Wulfener Bruch (NABU Kreisverband Köthen), aus Ostfriesland (NABU Ostfriesland) und aus dem Tierpark im Neandertal bei Düsseldorf gebildet. Die Pferde (1 Hengst, 2 Stuten) stammen aus einem Beweidungsgebiet der Stichting Ark in der niederländischen Rheinaue.

Schnell wurde deutlich, dass damit eine neue Attraktion in den Emsauen entstanden ist. In die "Emsaue Pöhlen" - hier kann man die Tiere besonders gut beobachten - kamen bereits am ersten Wochenende nachdem die Herde eingetroffen war zahlreiche Besucher. Mit der Eröffnung des Emsauenweges und den dazu gehörigen Aussichtsplattformen am 1. Mai 2004 hat sich die Möglichkeit zur Nutzung dieser für die Emsauen neuen Form des Naturerlebnisses weiter verbessert.

Aber nicht nur für den Tourismus erwartet der NABU weiterhin positive Impulse von dem Beweidungsprojekt. Erfahrungen mit ganzjähriger extensiver Beweidung aus anderen Projekten versprechen besonders für den Naturschutz in den Emsauen eine positive Entwicklung. Erwartet wird eine von den Tieren geformte, aus Magerrasen, Staudenfluren und Gebüschen mosaikartig zusammengesetzte Landschaft, wie sie auch aus den Hudelandschaften bekannt ist. Der Artenvielfalt der Emsauen kommt diese Entwicklung sehr zu Gute. Über Jahrhunderte waren die Emsauen eine typische Weidelandschaft, wie sie heute noch in den Hudewaldgebieten des Emslandes (z.B. NSG Borkener Paradies) zu sehen ist. Viele der in den Emsauen vorkommenden gefährdeten Arten sind an diese Form der extensiven Beweidung nicht nur angepasst, sie brauchen sie sogar zum dauerhaften Überleben.

Weitere Informationen zum Beweidungsprojekt in der Emsaue erhalten Sie bei:
Kristian Mantel, NABU-Naturschutzstation Münsterland, E-Mail: info@NABU-Station.de oder unter www.NABU-Station.de.

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