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Große Nussjagd in NRW geht weiter

Große Nussjagd in NRW geht weiter

Forscher wieder dringend gesucht!

Haselmaus im Weissdorn Foto: D.Bark

Die Haselmaus ist klein, scheu und nachts im Gestrüpp unterwegs. Sie aufzuspüren ist daher nicht einfach. Deshalb ist auch kaum bekannt, wo es wie viele von ihr überhaupt noch gibt. Um das herauszufinden, haben NABU und NAJU NRW gemeinsam mit der Nordrhein-Westfalen-Stiftung in der Saison 2009/2010 zur großen Nussjagd aufgerufen. Nun geht die Nussjagd in die zweite Runde.

Das Konzept für die Nussjagd wurde nach einer Anregung aus England für Deutschland entwickelt und erstmalig im Jahr 2004 von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege in Sachsen umgesetzt. In Hessen und Schleswig-Holstein haben junge Naturforscherinnen und -forscher ebenfalls schon erfolgreich nach der Haselmaus gesucht. Im September 2009 startete die Nussjagd dann auch in NRW sowie in Baden-Württemberg und Thüringen. Rund 900 Nussjägerinnen und Nussjäger in NRW sind dem Aufruf gefolgt und haben im ganzen Land nach angeknabberten Haselnüssen gesucht. Von 3000 gesammelten Nüssen und 128 Verdachtsfällen konnten aber leider nur 3 eindeutig der Haselmaus zugeordnet werden. Nicht wirklich viel für eine Flächenland wie NRW. Aber dafür gibt es gute Gründe, denn den Nussjägern machte ein schlechtes Haselnussjahr sowie widrige Witterungsverhältnisse zu schaffen. Deshalb geht die große Nussjagd in NRW auch weiter. Um dem scheuen Bilch in NRW auf die Schliche zu kommen, sind wir wieder auf die Unterstützung vieler großer und kleiner Haselmausforscher angewiesen.

Verräterische Fraßspuren

Haselmaus-Nuesse Foto: Hartmut Mai

Gesucht werden aber nicht die Haselmäuse selber - die Haselmaus ist nämlich stark gefährdet und steht auf der so genannten "Roten Liste" - sondern die Spuren, die sie hinterlassen: Werdet Haselmaus-Forscher und sucht nach angenagten Haselnüssen, der Lieblingsspeise der Haselmaus. Die Bissspuren an den Nussschalen sind dabei ganz typisch. Das Loch in der Schale ist kreisrund und weist Spuren der Zähne auf, die parallel oder leicht schräg zum Öffnungsrand verlaufen. Als Haselmaus-Forscher sollt ihr genau diese angeknabberten Haselnüsse unter Haselnusssträuchern in eurer Nähe suchen. Aber Vorsicht! Auch Eichhörnchen, Haselnussbohrer, Gelbhalsmaus und Rötelmaus mögen gern Haselnüsse und knabbern diese an. Allerdings nagen Rötel-, Wald- und Gelbhalsmäuse einen rauhen Lochrandmit zahnspuren senkrecht zum Öfnnungsrand. Das sieht ganz anders aus als die Spuren der haselmaus. Vögel oder Eichhörnchen zerbrechen oder halbieren die Haselnüsse einfach.

Mehr zur Haselmaus, was sie außer Nüssen noch frisst, wo sie lebt, warum sie gefährdet ist und und und ... erfährst du unter www.nussjagd-nrw.de.

Tipps für NussjägerInnen

1. Wähle dir Wälder, Feldgehölze oder alte Hecken aus und suche dort nach Haselnusssträuchern.

2. Finde eine Stelle mit vielen Sträuchern und beginne die Nussjagd unter einem Strauch mit vielen Haselnüssen. Sind keine Haselnüsse zu finden, versuche es in einem anderen Waldstück.

3. Sammle aufgenagte Haselnüsse und notiere wie lange du gesucht hast. Schaut auch mal nach, ob nicht ein Haselmausnest im Strauch hängt. Das ist ein klarer Hinweis, dass dort Haselmäuse leben. Wenn ja, macht ein Foto und steckt es in den Jagdbericht. Aber lasst die Haselmaus schlafen…

4. Sortiert die Nüsse nach den Spuren, die ihr entdeckt. Sind Nüsse dabei, von denen du denkst, dass eine Haselmaus sie zwischen den Zähnen hatte, sende diese davon gemeinsam mit dem Jagdbericht an die Sammelmaus.

5. Wenn du keine Haselnüsse mit typischen Haselmausspuren finden konntest, fülle den „Jagdbericht“ bitte trotzdem aus und sende ihn an uns.

Gesucht - gefunden. Und jetzt?

Sammelmaus Foto: NAJU NRW

Alle Unterlagen, die du für die Nussjagd benötigst erhälst du bei der Sammelmaus: sammelmaus@nussjagd-nrw.de oder unter 02 11–15 92 51-30. Weitere Infos,Tipps und Downloads rund um die Nussjagd in NRW gibt’s unter www.nussjagd-nrw.de.

Hast du dann Nüsse gesammelt, steckst du diese am besten zum Versenden in eine Filmdose oder ein Ü-Ei. Sonst kann es passieren, dass nur Bruchstücke ankommen. Bitte denke unbedingt daran, den Jagdbericht auf dem vorbereiteten Umschlag auszufüllen.

Schickt eure Nussfunde bitte an die Sammelmaus:
NAJU NRW, Merowingerstraße 88, 40225 Düsseldorf.

Mehr zu den Ergebnissen

Nussmangel und strenger Winter erschweren SucheNussjagd in NRW

In der Saison 2009/2010 blieben von rund 3000 gesammelten Nüssen und 128 Verdachtsfällen leider nur 3 sichere Haselmausnachweise übrig. Nicht nur ein Beleg für ein schlechtes Haselnussjahr und widrige Witterungsbedingungen, sondern auch für die Seltenheit der Haselmaus in NRW. Deshalb geht die Haselnussjagd auch in dieser Saison weiter. mehr Mehr

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