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Greifvögel
Greifvogelschutz in NRW
Urteil gegen "Vogelmörder von Disternich"
Obwohl Greifvögel in Deutschland ganzjährige Schonzeit genießen, werden ihre Bestände durch illegale Greifvogelverfolgung im In- und Ausland deutlich beeinträchtigt. Vergiftungen, Abschüsse, Aushorstungen oder Fallenfänge gehören immer noch nicht der Vergangenheit an. Wie so viele Vogelarten, leiden Greifvögel aber auch unter dem andauernden Verlust geeigneter Lebensräume. Die durch die Intensivierung der Landwirtschaft verursachte Strukturarmut und die Versiegelung von Flächen lässt diese knapp werden. Auch Unfälle an Strommasten und Windkraftanlagen sowie durch Landmaschinen und Straßenverkehr führen zu erheblichen Verlusten. Doch es gibt auch Erfolgsgeschichten im Greifvogelschutz: Dank den Bemühungen der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz, gibt es heute wieder über 100 brütende Wanderfalkenpaare in NRW. Im Jahre 1970 war der Wanderfalke als Brutvogel in NRW bereits ausgestorben.
Das Landesumweltministerium, die nordrhein-westfälische Ornithologengesellschaft, der Landesjagdverband NRW, der NABU NRW sowie die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und der BUND haben Ende August 2005 eine gemeinsame Erklärung zum Schutz von Greifvögeln unterzeichnet. Mit der "Düsseldorfer Erklärung gegen illegale Greifvogelverfolgung in NRW" sprechen sich alle Beteiligten geschlossen gegen das illegale Töten aus und wollen den Greifvogelschutz intensivieren. Zahlreiche Fälle illegaler Greifvogelverfolgung im Jahr 2008 zeigen, dass weitere Bemühungen dringend erforderlich sind.
Doch es gibt auch Lichtblicke, dass illegale Greifvogelverfolgung nicht länger als Kavaliersdelikt behandelt wird: Ende 2008 wurde in einem besonders gravierenden Fall illegalen Greifvogelmordes der verantwortliche Jagdpächter in Aachen schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 4000 Euro verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, daß der Mann im Januar 2007 eine Greifvogelfalle aufgestellt und mindestens einen Mäusebussard mit dem verbotenen Insektizid Carbofuran vergiftet hatte. Das Komitee gegen Vogelmord hatte das Verfahren ins Rollen gebracht, nachdem Mitarbeiter den Jäger an der Falle gefilmt hatten.
Illegale greifvogelverfolgung - Was ist zu tun?
Erkennen, Bekämpfen, Verhindern
Greifvogelverfolgung ist eine Straftat und muss konsequent verfolgt werden. Um Bürgern, Ermittlungsbeamten und Behörden eine Hilfe an die Hand zu geben, haben das Komitee gegen den Vogelmord, die NWO und der NABU einen Leitfaden veröffentlicht.
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Artporträts
Der Sperber
Sperber sind habichtartige Greifvögel mit kurzen, abgerundeten Flügeln und recht langen Schwänzen. Das Weibchen des Sperbers ist deutlich größer als das Männchen, erreicht aber nicht die Größe eines Habichtmännchens.
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Der Mäusebussard
Der Mäusebussard ist der in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Greifvogel. Dank der Einführung der ganzjährigen Schonzeit im Jahre 1970 ist in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Zunahme der Population festzustellen. Idealen Lebensraum bieten dem Mäusebussard Waldränder und Feldgehölze.
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Der Turmfalke in NRW
Der Turmfalke genießt in NRW seit 1970 eine ganzjährige Schonzeit. Viele Turmfalken fallen dem Straßen- und Eisenbahnverkehr sowie gelegentlich auch Scheibenanflügen zum Opfer. In Einzelfällen ist auch der Turmfalke von illegalen Greifvogelverfolgungen betroffen.
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Der Rotmilan
Der rötlichbraun wirkende Vogel hat lange, schmale Flügel, die an ihren Enden dunkel sind, und einen tief gegabelten, ebenfalls langen Schwanz. Sein Schnabel ist an der Basis gelb und am Schnabelhaken dunkel, die kurzen Beine sind gelb und die Krallen schwarz.
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Der Wanderfalke in NRW
Der Wanderfalke kommt als Brutvogel in NRW wieder in allen Landesteilen vor. Bis in die 1960er Jahre war ein dramatischer Bestandsrückgang zu verzeichnen, der auf Pestizidbelastung sowie Bejagung und illegale Verfolgung zurückgeführt werden kann.
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Der Habicht
Von der Größe her ist der Habicht leicht mit einem Bussard zu verwechseln, er wirkt aber schlanker, hat kürzere abgerundete Flügel und einen längeren Schwanz. Im Geradeausflug wechseln Gleitphasen mit 4 bis 5 Flügelschlägen ab.
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