Nordrhein-Westfalen.NABU.de Themen Jagd
Jagd
Illegale Greifvogelverfolgung
Erkennen, Bekämpfen Verhindern - Leitfaden für Bürger und Behörden
15. November 2010 -
Das Umweltministerium NRW, die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO), der Landesjagdverband NRW, die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt sowie die Umweltschutzverbände BUND und NABU haben im August 2005 eine gemeinsame Erklärung zum Schutz von Greifvögeln unterzeichnet. Obwohl heimische Greifvögel das ganze Jahr unter Schutz stehen, werden sie illegal geschossen, vergiftet, in Fallen gefangen oder ihre Nester werden zerstört. Bei einigen Arten, insbesondere beim Habicht und Rotmilan, drohen Bestandsrückgänge oder sind bereits gebietsweise festgestellt worden. Mit der "Düsseldorfer Erklärung gegen illegale Greifvogelverfolgung in NRW" haben sich alle Beteiligten geschlossen gegen dieses illegale Töten ausgesprochen und wollen den Greifvogelschutz intensivieren. Trotz der seitdem erzielten Erfolge im Greifvogelschutz gehen die illegalen Verfolgungen weiter - und das in bisher ungeahntem Ausmaß. Um Bürgern, Behörden und Ermittlungsbeamten eine Hilfe an die Hand zu geben, was im Falle illegaler Greifvogelverfolgung oder eines solchen Verdachtsfalles zu tun ist, haben das Komitee gegen den Vogelmord, die NWO und der NABU jetzt einen Leitfaden veröffentlicht.
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Sammeln von Gänseeiern rechtswidrig
NABU begrüßt Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden
02. April 2009 -
Der NABU NRW begrüßt die richtungsweisende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden, die eindeutig feststellt, dass eine Entnahme von Gänseeiern im FFH- und EU-Vogelschutzgebiet Steinhorster Becken rechtswidrig ist. „ Wir freuen uns, dass man nun zu Ostern im Steinhorster Becken die ersten Gänseküken beobachten kann. Die Eier zum Verzehr erwirbt man nach wie vor am besten käuflich beim Bauern seines Vertrauens“, sagt Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Das Sammeln von Gänseeiern wollte der Kreis Paderborn unter fadenscheinigen Gründen als Forschungsvorhaben genehmigen – eine Vorgehensweise wie sie die Japaner beim Walfang praktizieren. Nun sei dieser Versuch, unter dem Deckmantel der Forschung schlicht Gänse in einem Vogelschutzgebiet zu dezimieren und empfindlich im Brutgeschäft zu stören, zur Freude des Naturschutzes eindeutig gescheitert.
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Der Kormoran - Vogel des Jahres 2010
Ungeliebter Fischfresser gehört zur heimischen Vogelwelt

Eigentlich ist der Kormoranschutz eine Erfolgsstory für den europäischen Vogelschutz, wären da nicht die Wirtschaftsinteressen einiger weniger und die Begehrlichkeiten von Seiten der Hobbyangler, denen der Kormoran und sein Hunger auf Fisch ein Dorn im Auge ist. Noch in den 1970er Jahren war der Kormoran eine vom Aussterben bedrohte Tierart und deshalb besonders streng geschützt. Ursache für den Bestandesrückgang war vor allem die menschliche Verfolgung, speziell an Fischteichanlagen. Nachdem der Kormoran europaweit unter Schutz gestellt wurde, breitete er sich in den 80er Jahren langsam aber sicher von Norden her aus und wurde dann auch im Binnenland wieder häufiger. Heute haben sich die Bestände wieder erholt - allein in NRW wurden 2006 rund 1000 Brutpaare gezählt - und prompt wurde der nächste Ausrottungsfeldzug gestartet. Kormoran-Verordnung und -erlass ermöglichen mittlerweile einen fast flächendeckende Abschuss. Aktuell ist der Brutbestand in nur 3 Jahren auf 877 Brutpaare gesunken. Für den Kormoran wird es wieder eng. Das sieht selbst das NRW-Umweltministerium so und hat die Verfolgung der Kormorane zunächst eingestellt.
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Sinnloses Gänsemorden sofort stoppen
NABU mahnt sachlichen Umgang mit vorgeblichem Gänseproblem an
26. August 2008 -
In diesem Sommer sind Gänse, insbesondere Kanadagänse, wenn man Städten und Gemeinden speziell im Rheinischen und im Münsterland Glauben schenken kann, in Nordrhein-Westfalen zur Plage geworden. Zu Hunderten besiedeln sie landauf und landab Badegewässer und stellen ein hygienisches Problem dar, denn der Gänsekot verschmutzt Liege- und Badewiesen. Der Ruf nach einem Abschuss der "lästigen" Gäste wird da schnell laut. Aus Sicht des NABU ist diese Art der Bekämpfung des Problems jedoch stark überzogen, nicht zielführend und zudem aus tier- und naturschutzrechtlichen Gründen bedenklich.
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Jäger schießen immer mehr
Illegale Greifvogelverfolgung weiterhin ein Problem
02. Februar 2007 -
170.000 Feldhasen, 57.000 Füchse,176.000 Fasane, 630.000 Ringeltauben und über 150.000 Rabenvögel - nur eine Auswahl der hunderttausendfach erlegten Wildtiere, die im Jagdjahr 2005/2006 von den Jägern landesweit erlegt wurden. Nicht nur die Höhe der Zahlen ist aus Sicht des NABU NRW erschreckend, insbesondere die Tatsache, dass die Jagdzahlen erneut bei fast allen jagdbaren Arten gegenüber dem Jagdjahr 2004/2005 angestiegen sind, gibt in einigen Fällen Anlass zur Klage. "Die insbesondere bei Ringeltauben, Gänsen, Greif- und Rabenvögeln gestiegenen Zahlen lassen sich als erste Auswirkungen der eigentlich erst im Dezember letzten Jahres in Kraft getretenen Novelle der Landesjagdzeitenverordnung deuten und für die Zukunft das Schlimmste befürchten", so Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW.
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Landesverordnungen missachten EU-Recht
NABU: Schäden durch Krähenvögel, Nilgänse und Kormorane nicht bewiesen
24. Mai 2006 Der Naturschutzbund NABU NRW kritisierte anlässlich der heutigen Sitzung des Umweltausschusses erneut die geplanten Änderungen der Landesjagdzeitenverordnung und der Kormoran-Verordnung. "Obwohl hier massive Verstöße gegen EU-Recht manifestiert werden und in den von uns kritisierten Fällen keine wissenschaftlich gesicherten Belege für Schadensfälle vorgebracht wurden, bleibt die Landesregierung im wesentlichen bei ihrem einmal eingeschlagenen Weg", bedauert Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Hier sei wieder einmal die Chance vertan worden, die Jagd und den Abschuss von Vögeln auf Landesebene richtungsweisend und ethischen sowie tierschutzrechtlichen Aspekten genügend, zu regeln.
Lediglich im Falle des Rebhuhns und beim Abschuss junger Kormorane hätte die Landesregierung nachgebessert.
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