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Siebengebirge wird nicht Nationalpark
Das Siebengebirge wird nicht Nationalpark
NABU begrüßt Entscheidung der Bad Honnefer Bürger
28. September 2009 -
Gestern haben sich die Bürger in Bad Honnef bei einer Wahlbeteiligung von 68% mit 61,1% gegen die Beteiligung der Stadt am geplanten Nationalpark Siebengebirge ausgesprochen. Ein klarer wie bindender Beschluss. Der NABU NRW gehe nun davon aus, dass mit diesem Votum die Planungen für den Nationalpark Siebengebirge durch die Landesregierung nicht weiter verfolgt werden. „Minister Uhlenberg dürfte das in den kommenden Tagen verkünden, da alle Verlautbarungen aus seinem Hause die weitere Planung an den Bürgerentscheid gekoppelt haben“, so Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Ohne eine Beteiligung der Stadt Bad Honnef mache ein Nationalpark auch gar keinen Sinn mehr, da seine Fläche noch weiter schrumpfen würde.
Aber auch ohne Nationalpark habe der Naturschutz aus Sicht des NABU eine Zukunft im Siebengebirge. Tumbrinck: „Aus Teilen des geplanten Nationalparks mit dem Kern des Drachenfelses sollte das erste Naturmonument in NRW geschaffen werden.“ Diese international anerkannte Schutzkategorie sei gerade erst auf Anregung des NABU NRW in das Bundesnaturschutzgesetz aufgenommen worden.
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Siebengebirge erfüllt Nationalparkkriterien nicht
NABU befürwortet Ausweisung als Naturmonument
02.05.08 Der NABU NRW sieht die Voraussetzungen für eine Ausweisung des Siebengebirges als Nationalpark in zwei wichtigen Punkten als nicht erfüllt an. Zunächst unterschreitet die Fläche des Gebietes die Richtgröße, die für Nationalparke gilt. Des Weiteren kann das Kriterium der geringen menschlichen Einflussnahme nicht eingehalten werden.Das Land NRW hat sich im Rahmen der "Countdown 2010" -Erklärung dazu verpflichtet, die Frage zur Errichtung eines Nationalparks Siebengebirges bis 2010 abschließend zu klären.
Zur aktuellen Position des NABU NRW
Weitere Nationalparkplanung begrüßt
Geplanter Nationalpark Siebengebirge erfüllt internationale Standards jedoch nicht
24.05.07 Grundsätzlich begrüßte der NABU NRW die am 24.05.2007 auf einer Pressekonferenz im Rhein-Sieg-Kreis vorgestellten Pläne für einen weiteren Nationalpark in NRW, allerdings nicht ohne deutlich fachliche Kritik an der vorgestellten Nationalparkplanung für das Siebengebirge zu üben. „Hier würde der mit rund 4.500 Hektar zweitkleinste Nationalpark Deutschlands entstehen, der nur mit größten Anstrengungen zu einem Nationalpark nach internationalen Standards entwickelt werden kann“, erklärt Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Um den internationalen Kriterien der Weltnaturschutzunion IUCN auch nur annähernd gerecht zu werden, sei aus Sicht des NABU insbesondere eine Ausdehnung des Nationalparks in das benachbarte Rheinland-Pfalz und weitere angrenzende Flächen, eine Ausdehnung der Kern- und Ruhezonen sowie ein dadurch bedingter deutlicher Rückbau des Wegenetzes zwingend notwendig.
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Das Siebengebirge
Naturkundlich ...
Trotz seiner, mit 48 qkm recht überschaubaren, Fläche hat das Siebengebirge südöstlich von Bonn einige Besonderheiten zu bieten. Die abwechslungsreiche Kulturlandschaft bietet neben Streuobstwiesen, Bachläufen, alten Eichen und Felswänden das einzige Weinbaugebiet Nordrhein-Westfalens und das größte zusammenhängende Buchenwaldgebiet des Rheinlandes. Letzteres bietet dem bedrohten Schwarzspecht und Feuersalamander ein Zuhause. Insgesamt leben im Siebengebirge 80 Tier- und Pflanzenarten der Roten Liste. Die abwechslungsreichen Biotope ermöglichen diese große Artenvielfalt. So kann man an den Felswänden Wanderfalken und Zauneidechsen beobachten, in den Tümpeln und Bächen sind Gelbbauchunke und Geburtshelferkröte zu sehen. Gerade Feuchtbiotope aber, auf die die Amphibien angewiesen sind, werden immer seltener. Auch gern genutzte, periodisch auftretende Laichgewässer, die Kröten beispielsweise in wassergefüllten Wegrandlachen finden, werden durch Auffüllung und Versiegelung vernichtet.
und geschichtlich
Aber es gibt auch spannende, historische Spuren zu verfolgen. Neben Ruinen und dem Schloss Drachenburg zeugen alte Steinbrüche noch heute von der einst wirtschaftlichen Nutzung des Siebengebirges durch die Römer. Sie bauten beispielsweise das vulkanische Gestein des Drachenfels ab, um es als Bausubstanz zu verwenden.. Der preußische König erkannte 1836 jedoch die voranschreitende Zerstörung der Landschaft, kaufte den Steinbruch am Drachenfels auf und stoppte so den weiteren Abbau. Der 40 Jahre später gegründete Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) bewirkte nach und nach die Stilllegung der anderen Steinbrüche, so dass viele natürliche Lebensräume bis heute bewahrt werden konnten.

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