Nordrhein-Westfalen.NABU.de Themen Streuobst
Streuobstexperten zu Gast in Münster
Rheinischer Obstsortengarten
3. Pflanztag am 6. April 2011

Mit dem Rheinischen Obstsortengarten und dem dazugehörigen Fonds bei der NABU-Stiftung Naturerbe NRW wurde die Grundlage für den Erhalt aller alten rheinischen Obstsorten gelegt. Bei der NABU-Naturschutzstation Haus Wildenrath entsteht in den kommenden Jahren ein Garten für 400 bis 500 alte und fast verschwundene Obstsorten. Mit der Anlage des Obstsortengartens werden vom Aussterben bedrohte Sorten dauerhaft gesichert und öffentlich zugänglich gemacht. Am 6. April war wieder Pflanztag.
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Streuobst-Rundbrief 4/2011 erschienen
Obstsortenvielfalt erhalten und genießen

Lesen Sie im neuen Streuobstrundbrief über ein EU-Interreg-Projekt zur Feuerbrandforschung sowie Forschungs- und Züchtungsbedarf im Bio-Süßkirschenanbau. Außerdem werden die regionalen Streuobstsorten 2012 aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vorgestellt, dazu zahlreiche weitere Meldungen aus dem In- und Ausland, ein Apfeltraum-Gedicht, Rezensionen und Termine.
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Streuobstexperten zu Gast in Münster
NABU kritisiert: Obstwiesen besitzen keinen Schutz, Vermarktung wird nicht gefördert
Von 14. bis 16. November 2008 tagte in Münster der NABU-Bundesfachausschuss (BFA) Streuobst. Die Experten des einzigen Gremiums in Deutschland, das sich auf Bundesebene und internationaler Ebene systematisch mit Fragen rund um den Streuobstbau beschäftigt, tagen dreimal jährlich in wechselnden Bundesländern. In Münster haben die Experten unter anderem die Endfassung eines Positionspapiers zum Thema Obstbau und Gentechnik und ein Infopapier zum Feuerbrand erarbeitet sowie Aktivitäten zum Schutz des Begriffes „Streuobst“ abgestimmt.
Das NABU-Projekt Obstwiesenschutz in Münster lobten Helene Helm und Dr. Markus Rösler, die Sprecher des NABU-BFA Streuobst dabei als vorbildlich - auch dank der Förderung durch die Stadt Münster. Dies betreffe insbesondere die Vermarktung: In 13 Jahren hat der NABU Münster bereits 120 Tonnen Tafelobst aus dem Streuobstbau vermarktet. Die Landesregierung, so der NABU, täte gut daran, sich auf EU-Ebene für die Abschaffung der Qualitätsnormen auch bei Äpfeln und Birnen einzusetzen. Zudem sollte nach dem Vorbild von Bundesländern wie Hessen, Thüringen oder Brandenburg auch in NRW die Unterschutzstellung von Streuobstbeständen erfolgen. Die Streuobst-Experten des NABU regten für Nordrhein-Westfalen zudem ein Förderprogramm für die Vermarktung von getrennt erfassten Streuobstprodukten nach dem Vorbild von Baden-Württemberg an, denn auf dem deutschen Getränkemarkt gebe es leider einen millionenfachen Missbrauch des ungeschützten Begriffes „Streuobst“.
Alles Wissenswerte rund um den Streuobstbau erfahren Sie unter www.streuobst.de.
Obstwiesenschutz in NRW
Modellvorhaben zur dauerhaften Sicherung der Streuobstwiesen

Mit rund 18.000 Hektar Gesamtfläche und rund einer Million Hochstämmen gehören die Streuobstbestände NRW"s zu den prägenden Bestandteilen unserer Kulturlandschaft. Für die Biodiversität spielen die nordrhein-westfälischen Streuobstbestände mit über 3.000 Tier- und Pflanzenarten sowie über 1.000 Obstsorten eine herausragende Rolle. Zahlreiche NABU-Gruppen engagieren sich, diese Vielfalt landesweit zu erhalten. Im Rahmen des landesfinanzierten "Modellvorhaben Obstwiesenschutz" wurden sowohl Flächeneigentümer als auch Behörden über Anlage, Pflege und finanzielle Förderung von Streuobstwiesen sowie Vermarktung der Obsternten von regional ansässigen Streuobstexperten beraten.
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