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Ungenutzte Wälder entlasten das Klima
Fünf Jahre nach Kyrill
Der NABU zieht eine eher ernüchternde Bilanz

Fünf Jahr nach den verheerenden Schäden durch den Orkan Kyrill zieht der NABU NRW eine ernüchternde Bilanz der Wiederaufforstung in den vom Sturm betroffenen Wäldern Nordrhein-Westfalens. Wie damals befürchtet hätten die privaten Waldbesitzer trotz der vom Umweltministerium erarbeiteten Empfehlungen für die Wiederbewaldung der Orkanflächen wider besseren Wissens aus rein wirtschaftlichen Gründen erneut auf die Fichte gesetzt.
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Ungenutzte Wälder entlasten das Klima
Nordrhein-Westfälischer Waldbauernverband ist auf dem Holzweg
10. November 2010 -
Anlässlich der erneut auflebenden Diskussionen um einen zweiten nordrhein-westfälischen Nationalpark Senne-Egge/Teutoburger Wald in Ostwestfalen-Lippe weist der NABU NRW auf die vielfach unterschätzte Rolle ungenutzter Naturwälder für den Klimaschutz hin. Damit reagiert der NABU auf wiederholt vorgebrachte Behauptungen aus der Forst- und Holzwirtschaft sowie des Waldbauernverbandes, wonach der Kohlenstoffspeicher von Urwäldern voll sei und sich eine natürliche Balance zwischen CO2-Aufnahme (Wachstum) und -Abgabe (Verrottung) einstelle, sie also ihre Bedeutung als Kohlendioxidsenke verlören.
Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW: „Diese These ist schlichtweg falsch und wissenschaftlich bereits mehrfach widerlegt. Das Gegenteil ist sogar der Fall, Wälder ohne forstliche Eingriffe reichern noch über Jahrhunderte hinweg Kohlenstoff in oberirdischer Biomasse und im Waldboden an und entlasten damit das Klima. Mit seinen Behauptungen versucht der Waldbauernverband die aktuellen Planungen zu einem zweiten Nationalpark in Ostwestfalen bereits im Keime mit Pseudo-Klimaschutzargumenten zu ersticken.“
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Ist ungenutzter Wald schlecht für´s Klima? Mehr
