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Jakobs-Kreuzkraut
NABU mahnt mehr Gelassenheit im Umgang mit der heimischen Pflanze an

Der NABU ruft zu mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Jakobs-Kreuzkraut auf. Es sei richtig, dass das giftige Kraut Pferden und Rindern schaden könne. Mit einer sachgerechten und damit naturverträglichen Landschaftspflege sei das "Problem" aber gut in den Griff zu bekommen. Immerhin gehöre das Jakobs-Kreuzkraut als heimische Pflanzenart zur biologischen Vielfalt Nordrhein-Westfalens.
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Sag mir wo die Caltha ist ...
NABU NRW ruft zur Meldung der Sumpf-Dotterblume auf
28. Februar 2008 -
Der NABU NRW ruft alle Naturfreunde und interessierten Bürger dazu auf, ehemalige und aktuelle Standorte der Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) zu melden. Mit der am 1.März startenden landesweiten Kampagne "Sag mir, wo die Caltha ist
" will der Landesfachausschuss (LFA) Botanik im NABU mit Hilfe einer noch allgemein bekannten Pflanze die Öffentlichkeit auf das lautlose Verschwinden ehemals häufiger heimischer Pflanzenarten verstärkt aufmerksam machen. "Einheitsgrün und großflächige Monokulturen bestimmen das heutige Landschaftsbild mit seinen verheerenden Folgen für die Artenvielfalt", so Karin Margenburg, Sprecherin des LFA Botanik. Bunte Blumenwiesen und artenreiche Äcker suche man heute meist vergeblich.
Mit seiner Kampagne will der NABU aber nicht nur wachrütteln. Zumindest für die Sumpfdotterblume geht es dabei auch um konkrete Daten über den zu verzeichnenden Bestandesrückgang. "Gemeldet werden sollten daher der Standort sowie nach Möglichkeit die Größe des Bestandes und die Jahreszahl der letzten Beobachtung", so Margenburg weiter. Die Standorte könnten beschrieben oder nach Möglichkeit in einem Lageplan eingezeichnet werden. Die gesammelten Daten sollten dem LFA Botanik bis zum 31. Juli 2008 gemeldet werden. E-Mail: info@nabu-unna.de. Der LFA Botanik wird dann die Meldungen auswerten.
Im Volksmund ist die mehrjährige Pflanze auch unter der Bezeichnung "Butterblume" bekannt, da sie früher zur Färbung von Butter genutzt wurde. Weitere gebräuchliche Namen sind Schmalz-, Eier- und Kuhblume, Wiesengold und Goldrose. Von März bis Juni öffnet die Sumpfdotterblume ihre weithin leuchtenden, goldgelben Blüten. "Der botanische Name "palustris" aus dem Lateinischen "palus" gleich Sumpf weist darauf hin, dass die Sumpf-Dotterblume an feuchten Stellen zu finden ist", erläutert die NABU-Pflanzenexpertin. Es lohne sich also, entlang von feuchten Gräben und Bächen, auf Feuchtwiesen und -weiden sowie in Au-und Bruchwäldern nach ihr Ausschau zu halten. Auffällig seien zudem ihre dunkelgrünen, grundständigen, herz- bis nierenförmigen, gekerbten Blätter.
Schon 1999 wurde die Sumpf-Dotterblume in Deutschland zur "Blume des Jahres" gewählt. Damals wollte man auf den Artenverlust aufmerksam machen, der durch die Begradigung von Bächen und die Trockenlegung von feuchten Wiesen und Niedermooren entsteht. Während die Sumpf-Dotterblume früher in großen Massenbeständen vorkam, sieht man sie heute immer seltener. In NRW wird sie auf der sogenannten Vorwarnliste geführt. "Wird die Zerstörung von charakteristischen Feuchtlebensräumen nicht gestoppt, droht der Sumpf-Dotterblume ein fester Platz in der nächsten Roten Liste Nordrhein-Westfalens", befürchtet Margenburg.
Die Kampagne des LFA Botanik im NABU NRW schließt sich an die bundesweite Kampagne des Bundesfachausschusses Botanik "Sag mir wo die Blumen sind ..." an. Bei der bundesweiten Aktion werden fünf Pflanzenarten (Heidenelke, Ackerrittersporn, Schlangenknöterich, Sumpfdotterblume und Wiesenglockenblume) zur Wahl gestellt. Gesucht wird die Pflanzenart, die den allgemeinen Rückgang unserer Artenvielfalt am besten repräsentiert. Start der bundesweiten Aktion "Sag mir wo die Blumen sind ..." wird Mitte April sein.
Kontakt: Karin und Bernd Margenburg, Sprecher LFA Botanik, Tel. 02307-973521, E-Mail: info@nabu-unna.de.

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