Renaturierte Emsaue - Foto: M. Steven
Münsterland
Weite Landschaft geprägt von Mooren und Heiden
Von drei Seiten mit Mittelgebirgen eingeschlossen, öffnet sich die Westfälische Bucht nach Westen und Nordwesten. Die meist ebene bis flachwellige Landschaft wird überwiegend agrarisch genutzt, wobei in stark eiszeitlich geprägten, sandigen Regionen die Grünlandnutzung dominiert. In diesem eher waldarmen Raum wird das Kulturland jedoch mehr oder weniger dicht von Feldgehölzen, Wallhecken und Ufergehölzen durchsetzt und so zu einer strukturreichen Parklandschaft gegliedert. Hier betreut der NABU unter anderem die Davert, die mit 2500 ha zu den größten Waldgebieten der Westfälischen Bucht gehört.
Das westliche Münsterland wird zudem geprägt von der Ems, die mit ihrem sandigen Flussbett, der von Sanden geprägten Aue und ihrer typische Tier- und Pflanzenwelt ein Naturreservat von europäischem Rang ist. Die leicht durch Hochwasser oder Wind in Bewegung geratenden Sande machen die Emsaue zu einem äußerst dynamischen, sich unter natürlichen Bedingungen ständig verändernden Ökosystem. Etwa 5000 ha groß ist das Naturschutzgebiet Emsaue, das die Ems auf dem Weg zum Dollart im Münsterland durchfließt. Im Kreis Warendorf und der Stadt Münster übernimmt die NABU-Naturschutzstation Münsterland die Betreuung des Gebietes.
Am Südwestrand der Westfälischen Bucht schließt der große zusammenhängende Siedlungskomplex des Ruhrgebietes an. Vor den Toren dieses Siedlungsraumes liegt die Westruper Heide, die ein Naturerlebnis ganz anderer Art bietet: Hier konnte dank zahlreicher Pflegemaßnahmen eine alte, wunderschöne Heide-Kulturlandschaft erhalten werden.
Den nordwestlichsten Zipfel Nordrhein-Westfalens bildet, von der Weser durchquert, ein Teil des Westfälischen Tieflandes, der sich weiter nach Westen bis zur Ems erstreckt. Hier findet man das einzige noch intakte Hochmoor in NRW – das Große Torfmoor. Lassen Sie sich von dieser einzigartigen, fast baumlosen Landschaft verzaubern.
„Erlebnisorte der Artenvielfalt in der Münsterländer Parklandschaft“
Erholsamen Naturtourismus und aktiven Biodiversitätsschutz miteinander verbinden
Wer vielfältige Lebensräume und spannende Tier- und Pflanzenarten entdecken möchte, muss dazu nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Das Projekt „Erlebnisorte der Artenvielfalt in der Münsterländer Parklandschaft“ der NABU-Naturschutzstation Münsterland lädt dazu ein, auf Führungen oder Radtouren, in Forscherwerkstätten oder bei der Biotoppflege tiefer in die hiesige Arten- und Lebensraumvielfalt in Münster und im Kreis Warendorf einzutauchen.
Unter fachkundiger Anleitung geht es in den Wald, auf Wiesen und Heideflächen, am Fluss entlang oder zum renaturierten Steinbruch. Dabei lässt sich die Vielfalt der Lebensräume hautnah erleben, die Artenkenntnis erweitern und einiges über die Bedeutung und Gefährdung der Biodiversität lernen - und was man zu ihrer Erhaltung beitragen kann.
Dank der Projektförderung durch die EU und das Land NRW ist die Teilnahme an allen Veranstaltungen kostenlos. Wer mehr über das Projekt und die Veranstaltungen in 2026 erfahren möchte, findet unter ⇒ https://www.nabu-station.de/erlebnisorte-der-artenvielfalt/ weitere Informationen.
„NaturGenussRoute“ Münsterland
Naturparadiese mit dem NABU entdecken
Wer gerne Rad fährt, dabei Natur und Landschaft erleben, regionaltypisch einkehren und kulinarische Köstlichen der heimischen Küche genießen möchte, der sollte auf der „NaturGenussRoute“ das Münsterland entdecken. Unter Federführung der NABU Naturschutzstation Münsterland entwickelt, bietet diese Radroute Touristen und Einheimischen 160 Kilometer Genuss und Erholung pur - vorbei an Naturperlen und mit vielen Stationen für den Zwischenstopp: Gaststätten mit regionaler Küche, Wasserschlösser und Museen oder landwirtschaftliche Direktvermarkter für den Fahrradkorb.
⇒ „NaturGenussRoute“ (PDF)
Weitere Ausflugsziele
Die größte Waldlandschaft des Münsterlandes besteht aus alten Eichen- und Buchenwäldern, in die Erlenbruchwälder, aber auch zahlreiche Feuchtwiesen eingestreut sind. Die "Davert" ist auch bekannt als "Schmetterlingswald". Mehr →
Mit etwa 60 Hektar ist die Westruper Heide heute die größte Zwergstrauchheide Westfalens und bietet jedem Besucher Naturgenuss pur. Sandwege schlängeln sich um bis zu acht Meter hohen Wacholderbüsche und kleine Dünen ermöglichen einen wunderbaren Weitblick. Mehr →
Das FFH-Gebiet „Großes Torfmoor“ liegt nördlich des Wiehengebirges und ist eines der bedeutendsten Hochmoore Nordrhein-Westfalens. Es wird vom NABU Minden-Lübbecke bereits seit Jahrzehnten erfolgreich betreut und gepflegt. Mehr →
