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Wolfsjagd führt in die falsche Richtung

Trotz 92.000 Stimmen gegen die Novelle des Bundesjagdgesetzes wurde der Wolf aufgenommen

Der Bundestag hat beschlossen den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen. 92.000 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland hatten sich im Vorfeld dieser Abstimmung in einer Online-Petition des NABU gegen die Aufnahme des Wolfs ausgesprochen.

Wolf -  Foto: Thomas Pusch

Wolf - Foto: Thomas Pusch

5. März 2026 - Der Bundestag hat heute beschlossen den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen. 92.000 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland hatten sich im Vorfeld dieser Abstimmung in einer Online-Petition des NABU gegen die Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz ausgesprochen. Darin forderten sie die Bundesregierung und den Bundestag auf, die Novelle des Bundesjagdgesetzes zu stoppen und stattdessen wirksamen Herdenschutz konsequent auszubauen und zu finanzieren. 

Der NABU Nordrhein-Westfalen unterstützt die Forderungen der Petition. Ende März muss der Bundesrat der Novelle des Bundesjagdgesetzes noch zustimmen. Der NABU fordert die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen daher auf, das klare Signal aus der Bevölkerung aufzunehmen und sich im Bundesrat gegen die geplante Gesetzesnovelle zu positionieren.
 
„Die Bundesregierung will den Wolf künftig regulär bejagen lassen – teils auch ohne konkreten Anlass. Die geplante Jagdzeit im Sommer würde vor allem die Welpen betreffen. Was hier als Schutz für Weidetiere verkauft wird, ist eine gefährliche Fehlentscheidung, denn weniger Wölfe bedeuten nicht automatisch weniger Nutztierrisse“, erklärt Thomas Pusch, Wolfsexperte und Vorstandsmitglied beim NABU NRW. 

Werden Rudelstrukturen durch Abschüsse gestört, könne die Zahl der Risse sogar steigen. Stärkt man dagegen den Herdenschutz durch Elektrozäune, Herdenschutzhunde und fachliche Beratung von Weidetierhaltenden geht die Zahl der Wolfsrisse zurück. Dies belegen aktuelle Zahlen: 2024 sind die Wolfsrisse bundesweit um rund 25 Prozent gesunken – obwohl es mehr Wölfe gab als zuvor. „Die Debatte über die Jagd weckt falsche Erwartungen und lenkt nur von wirksamen Lösungen ab“, so Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW.

Die pauschale Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gefährde zudem den Artenschutz nicht nur von Wölfen, schaffe neue rechtliche Unsicherheiten und hilft Weidetierhaltenden nicht weiter. Auch seien gezielte Entnahmen einzelner auffälliger Tiere bereits nach bestehendem Naturschutzrecht möglich. „Eine generelle Jagdfreigabe sei daher unnötig und führe in die falsche Richtung. Der Wolf ist Teil unserer heimischen Natur. Sein Schutz ist ein Erfolg, kein Problem“, so Naderer weiter 

Bis Ende März kann die Petition https://weact.campact.de/p/keinWolfImJagdrecht noch unterzeichnet werden.


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Wolfportraet, Foto: Thomas Pusch
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Thomas Pusch - Foto: Alexandra Kowitzke
Thomas Pusch
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