Mehr Mut zur Natur im Rheinischen Revier
NABU NRW eröffnet „Bürge-Zentrum für nachhaltige Entwicklung“
Pflanzung Apfelbaum mit Vorstandsvorsitzende Dr. Heide Naderer als Geschenk an den Vermieter - Foto: Julian Oser
29. März 2026 - Das Rheinische Revier steht seit Jahren vor tiefgreifenden Veränderungen durch den Strukturwandel. Gleichzeitig fehlen bislang zentrale Anlaufstellen für bürgerschaftliche Beteiligung, um die Transformationsprozesse im Rheinischen Revier zu unterstützen. Diese Lücke schließt der NABU NRW nun mit dem heute in Kerpen-Buir eröffneten „Bürge-Zentrum für nachhaltige Entwicklung“ im Rahmen des Projektes „MutZuRNatuRR“.
„Unser Ziel ist es, Kompetenzen aufzubauen, Engagement zu bündeln und neue Beteiligungsmöglichkeiten für alle an Nachhaltigkeit im Rheinischen Revier Engagierten und Interessierten zu schaffen“, erklärte Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW, anlässlich der Eröffnung. „Bisher trägt der Strukturwandel zu wenig zu ökologischen Nachhaltigkeitszielen bei. Wir wollen mit unserem Projekt einen notwendigen Beitrag für die Zukunft und die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen leisten.“
Gruppenfoto Eröffnung - Foto: Julian Oser
Diese gemeinsame ökologische Verantwortung spiegelt sich auch im Namen „Bürge-Zentrum“ wider, der in Anlehnung an den ehemaligen „Bürgewald“ oder „die Bürge“ – ehemals von den Bewohner*innen der Region kooperativ und nachhaltig genutzte Wälder – entstanden ist. Naderer: „Die Bürge ist eine starke Erinnerung daran, dass wir alle für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen Verantwortung tragen. In Zeiten von Klima- und Biodiversitätskrise ist gerade die Wiederherstellung von Lebensräumen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von absoluter Notwendigkeit.“
Ab April unterstützt das vierköpfige Team des Bürge-Zentrums nun gemeinsam mit Kooperationspartnern vor Ort Bürger*innen und Initiativen mit Informationen, Ressourcen und Mitmachangeboten. Ein Aktions- und Veranstaltungsprogramm vermittelt Wissen zum Strukturwandel, stärkt Bildung für nachhaltige Entwicklung und erhöht die Sichtbarkeit bestehender Aktivitäten in der Region. Ergänzend dazu wird eine mobile Ausstellung zur Transformationsregion entstehen und ein Revieraustausch mit Engagierten in der Lausitz durchgeführt. Im weiteren Verlauf des Projektes werden zudem gemeinsam mit ehrenamtlich Aktiven „Öko-Leuchttürme“ für einen Biotopverbund im Rheinischen Revier umgesetzt.
„Gemeinsam mit sozial und ökologisch engagierten Akteur*innen aus der Region werde der NABU NRW so zu einer nachhaltigeren Zukunft der Region beitragen“, so Linus Platzer, Leiter des Projektes „MutZuRNatuRR“. „Wir laden alle Interessierten ein, dabei mitzumachen und diesen Prozess zu unterstützen.“
Mehr über das neue Bürge-Zentrum unter MutZuRNatuRR - NABU NRW sowie allgemeine Anfragen zum Projekt gerne an mutzurnatur@NABU-NRW.de.
Hintergrund
Das Projekt „MutZuRNatuRR: Mehr Unterstützung in der Transformationsregion – Bürge-Zentrum für nachhaltige Entwicklung & Naturschutz im Rheinischen Revier“ wird im Rahmen des Programms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“ vom Bundesumweltministerium und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Es leistet einen Beitrag zu den Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS). Das Bürge-Zentrums in Buir, das als offener Treffpunkt, Beratungs- und Vernetzungsort dienen wird, ist ein erster Schritt zur Umsetzung des gesamten Projektes.
