60 Jahre NABU NRW - Mit voller Energie in ein neues Naturschutzjahrzehnt
7. NRW-Naturschutztag leitet Jubiläumsjahr ein
25. April 2025 - Der NABU-Landesverband Nordrhein-Westfalen feiert sein 60-jähriges Bestehen und startet mit dem 7. NRW-Naturschutztag unter dem Motto „Wald – Vielfalt schützen, nachhaltig nutzen“ engagiert in ein neues Naturschutzjahrzehnt. „Nachlassen in unserem Einsatz für die Natur können wir uns nicht erlauben. Die Herausforderungen durch Flächenkonkurrenz, die Biodiversitätskrise und den Klimawandel sind zu groß“, betonte Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU Nordrhein-Westfalen, zur Eröffnung der Veranstaltung. Besonders der Zustand der Wälder bereite dem Verband große Sorge.
Mit der auf dem Naturschutztag vorgestellten „NABU NRW-Walderklärung“ legte der Verband zehn zentrale Forderungen zur Zukunft des Waldes vor – von der konsequenten Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung über verbindlich festgelegte Wildnisentwicklungsziele bis hin zu einer grundlegenden Reform des Landesforstgesetzes. „Künftig müssen Biodiversität, Boden- und Wasserschutz sowie Klima- und Erholungsfunktionen klaren Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen erhalten, wolle man das Ziel klimaresiliente, naturnahe und artenreiche Wälder in der Zukunft wirklich erreichen“, so die NABU-Landesvorsitzende weiter.
Jubiläumsempfang mit geladenen Gästen in der Alten Färberei, Wuppertal - Foto: Alexandra Kowitzke
Der Naturschutztag markierte zugleich den öffentlichen Auftakt zum diesjährigen, 60sten Jubiläum des NABU NRW. Seit der Gründung 1966 als Landesverband – aus den beiden bis dahin getrennt existierenden Landesgruppen Nordrhein und Westfalen – ist der Verband stetig gewachsen: Von zunächst 4.000 Mitgliedern über gut 22.000 Mitglieder zehn Jahre später auf heute rund 140.000 Engagierte. Damit ist der NABU NRW der stärkste NABU-Landesverband bundesweit und der größte Naturschutzverband in NRW.
Hinter diesem Wachstum stehen naturschutzpolitische Erfolge wie der Aufbau Biologischer Stationen, die Rettung des Wanderfalken oder die Verdienste im Bereich Umweltbildung und Naturerlebnis. Dazu zählen eigene aktuelle Projekte wie das Engagement im Rheinischen Revier, das Projekt zum Schutz des Feuersalamanders oder das „gArtenvielfaltprojekt“, das mit zahlreichen praktischen Tipps, persönlicher Beratung und beispielhaften rollenden Gärten für mehr grüne Oasen im Siedlungsraum sorgt.
„Vor allem aber verdanken wir unseren Erfolg den vielen Ehrenamtlichen, die seit Jahrzehnten Naturschutz vor Ort leben“, sagte Naderer. Mit 180 NABU-Gruppen, fünf Biologischen Stationen, sechs BNE-Zentren, mehreren Hochschulgruppen, Landesfachausschüssen und Arbeitskreisen sei der Verband heute landesweit präsent und setze sich flächendeckend für den Natur- und Artenschutz in Nordrhein-Westfalen ein. „Dies werden wir in den nächsten Jahrzehnten auch weiterhin mit Fachkenntnis und Herzblut für die Sache tun“, kündigte die NABU-Landeschefin an. Denn die Gesellschaft brauche mehr denn je starke Umweltverbände, die als Anwalt dienen für eine intakte Natur und eine gesunde Umwelt, die kämpfen für eine schonende Agrarpolitik, für die naturschutzverträgliche Energiewende und für mehr und bessere Wildnisgebiete, um unsere Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu sichern.
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