NABU NRW zeichnet Kita-NaturbotschafterInnen aus
SeniorInnen und Senioren bringen mehr Natur in Kitas
21. Mai 2026 - Die Natur mit ihren Tier- und Pflanzenarten sowie deren Schutz spielen im Alltag von Kita-Kindern oft nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb ist der NABU NRW seit nunmehr sieben Jahren im Projekt „Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas“ gemeinsam mit engagierten Menschen in der nachberuflichen Phase aktiv und schafft auf dem Außengelände von ausgesuchten Kindertagesstätten mit elterlicher Unterstützung kleine Biotope für die Natur und als Lernorte für unsere Jüngsten. Im Rahmen des Projekts durchliefen insgesamt fünf teilnehmende Jahrgänge jeweils zweijährige Ausbildungsphasen zu Kita-NaturbotschafterInnen. Im Bildungsforum im Rombergpark Dortmund wurde heute der fünfte und letzte Ausbildungsjahrgang vom NABU NRW ausgezeichnet.
Im Jahrgang 2025/26 haben 25 Teilnehmende aus den Regionen Paderborn-Lippe, Essen und Münsterland ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Anuschka Tecker, Vorstandsmitglied des NABU NRW, gratulierte allen Teilnehmenden und dankte für den außerordentliche Einsatz. „Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement leisten die Kita-NaturbotschafterInnen einen wichtigen Beitrag dazu, biologischen Vielfalt erlebbar zu machen. Sie geben mit ihrem Herzen und ihrer Leidenschaft die Liebe zur Natur an die Kleinsten in unserer Gesellschaft weiter und sorgen dafür, dass dieser Keim weiter wachsen kann“, so Tecker.
Das Projekt „Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas“ ist im Juli 2019 in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie im Saarland gestartet und endet im Juni 2026. In NRW wurde die Ausbildung in den Regionen Paderborn-Lippe, Essen und im Münsterland angeboten. In den sieben Jahren Projektlaufzeit wurden so insgesamt 126 Seniorinnen und Senioren zu Kita-NaturbotschafterInnen in Nordrhein-Westfalen ausgebildet. Davon 33 Teilnehmende in Paderborn-Lippe, 45 im Münsterland und 48 in Essen. Ebenso viele Kitas, in denen die Kita-NaturbotschafterInnen tätig sind, erhielten eine Plakette, um das Engagement für alle sichtbar zu machen.
Zahlreiche Aktivitäten mit den Kindern und kleinere Projekte, um biologische Vielfalt in den Kitas erlebbar zu machen, wurden bereits umgesetzt. Beispielhaft sind hier Wildblumenbeete, Wildbienen-Lebensräume, Hecken, Schmetterlingsbeete oder Vogel-Oasen zu nennen. „Jeder noch so kleine Lebensraum zählt. Diese kleinen Oasen bieten Tieren und Pflanzen einen Rückzugsraum und zeigen den Kindern: Wir alle können mit einfachen Mitteln etwas bewegen“, so Sarah Sherwin-Holstein, Co- Projektleiterin in Nordrhein-Westfalen.
Das Projekt „Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas“ ist ein Verbundprojekt der drei NABU-Landesverbände in NRW, RLP und Saarland. Es wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. Zusätzliche Mittel werden durch die Umweltministerien in NRW, RLP und Saarland sowie den drei NABU-Landesverbänden bereitgestellt.
Das Projekt „Kita-NaturbotschafterInnen – mehr Natur in Kitas“ ist im Juli 2019 gestartet und endet nach der Ausbildung des letzten Jahrganges im Juni 2026. Die drei NABU-Landesverbände Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Saarland führen das Projekt gemeinsam durch.
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