60 Jahre ehrenamtliches Engagement für den Erhalt von Natur und Umwelt
Pressetermin mit Ministerpräsident Hendrik Wüst
Renaturierte Emsaue - Foto: Birgit Königs
22. Juli 2026 - Ministerpräsident Hendrik Wüst traf sich heute mit Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW, Dr. Joachim Eberhard, Insektenexperte des NABU NRW und weiteren ehrenamtlichen Aktiven in der Emsaue bei Münster, um sich über die Rolle des Ehrenamtes beim Schutz der Insektenpopulationen und den Erhalt von Lebensräumen zu informieren. Er überbrachte bei dieser Gelegenheit seine Glückwünsche zu 60 Jahren erfolgreicher ehrenamtlicher Arbeit für den Naturschutz.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Seit 60 Jahren leistet der NABU Nordrhein-Westfalen einen wertvollen Beitrag für den Erhalt und Schutz unserer wunderschönen Natur. Rund 140.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich beim NABU und setzen sich mit großem Einsatz dafür ein, die Vielfalt unserer Naturlandschaft zu erhalten. Dieses Engagement verdient unseren ausdrücklichen Dank und größten Respekt. Die renaturierte Emsaue ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume gelingen kann. Hier wird exemplarisch sichtbar, wie durch die Zusammenarbeit von Europäischer Union, Land und das Engagement vieler ehrenamtlich Engagierter Naturschutz und Hochwasserschutz gelingen kann. Das ist ein großer Gewinn für die Natur und für die Menschen in Nordrhein-Westfalen, die hier eine lebendige und lebenswerte Heimat finden.“
Die Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer und Ministerpräsident Hendrik Wüst - Foto: Land NRW/ Lars Berg
„Sechs Jahrzehnte geprägt von unermüdlichem, ehrenamtlichem Einsatz sind nur möglich, weil sich früher wie heute viele Menschen mit großem Herzblut für den Schutz unserer Natur einsetzen“, betonte Naderer. Auch künftig werde der NABU NRW diese Rolle wahrnehmen, denn starke Umweltverbände seien wichtiger denn je, um als Anwalt für eine intakte Natur und eine gesunde Umwelt zu wirken. Gleichzeitig stoße das Ehrenamt zunehmend an seine Grenzen: Flächenverlust, Artensterben und Klimawandel verschärfen die Herausforderungen erheblich. „Staatliche Aufgaben im Naturschutz können wir nicht ersetzen. Und auch das Ehrenamt selbst braucht mehr Unterstützung“, so Naderer.
Auch im ehrenamtlichen Naturschutz rückt dabei ein zentrales Zukunftsthema immer stärker in den Fokus: der Schutz der Insekten und Bestäuberpopulationen – und damit die Bewahrung funktionierender Ökosysteme, die für Ernährungssicherheit, Artenvielfalt und Klimaresilienz unverzichtbar sind. Allerdings befinden sich Insekten und Bestäuber in einer prekären Lage: Lebensraumverlust, Pestizidbelastung und die Folgen des Klimawandels gefährden ihre Bestände spürbar.
Extreme Wetterereignisse, veränderte Niederschlagsmuster und Hitzeperioden setzen vielen Arten zu. Klimaanpassung und die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume müssen deshalb höchste Priorität haben, um diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung zu meistern. Hier gilt es, entschlossen zu handeln“, sagte Naderer.
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Der NABU NRW feiert 2026 sein 60-jähriges Jubiläum. Dabei ist die Geschichte des ehrenamtlichen Naturschutzes eng verbunden mit der Geschichte der Umwelt- und Naturschutzbewegung in NRW. Hier erfahren Sie mehr über die wichtigsten Meilensteine aus sechs Jahrzehnten NABU in Nordrhein-Westfalen. Mehr →
