Feuersalamander im Fokus – Gemeinsam für den Schutz einer bedrohten Art
Wald und Holz NRW, Waldbauernverband und NABU NRW unterzeichnen Kooperationsvertrag
Anlässlich des „Tag des Feuersalamanders“ am 3. September 2025 haben der NABU-Landesverband NRW, der Waldbauernverband NRW und der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen heute eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel dieser Zusammenarbeit ist der langfristige Schutz des Feuersalamanders, einer zunehmend bedrohten Amphibienart in Nordrhein-Westfalen.
Im Rahmen des Projektes „Zukunft des Feuersalamanders in NRW“ setzt sich der NABU NRW intensiv für den Erhalt der Lebensräume des Feuersalamanders ein. Dabei geht es neben der Umsetzung konkreter Schutzmaßnahmen in der Fläche auch um Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und politische Impulse. Das Projekt wird von der NRW-Stiftung gefördert. „Die Kooperation ist ein Meilenstein für den Schutz des Feuersalamanders – und damit auch für die Stabilität unserer sensiblen Wald- und Bachökosysteme“, betont Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU-Landesverbandes. „Nur durch gebündeltes Fachwissen und partnerschaftliches Handeln können wir dem teils massiven Rückgang dieser Art wirksam begegnen.“
Der Feuersalamander ist zunehmend gefährdet – nicht nur durch den Verlust seiner Lebensräume und veränderte Wasserhaushalte, sondern auch durch die Ausbreitung des hochinfektiösen Amphibienpilzes Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal), der in einigen Regionen bereits ganze Bestände zusammenbrechen ließ. „Unsere Försterinnen und Förster verfolgen diese Entwicklungen seit vielen Jahren aufmerksam und setzen sich für die Aufwertung von Wald-Wasser-Lebensräumen ein“, erklärt Thomas Kämmerling, Leiter Wald und Holz NRW. „Entscheidend ist, die verbliebenen Habitate des Feuersalamanders weiter zu entwickeln und – wo nötig – gezielt zu verbessern. Nur so hat er auch zukünftig eine Überlebenschance.“
In der ersten Projektphase, die bis Oktober 2026 läuft, sollen aktuelle Vorkommen systematisch erfasst und lokale Schutzmaßnahmen entwickelt werden. „Der Dialog mit den Waldbesitzenden ist vertrauensbildend, denn ein Miteinander auf Augenhöhe ist Grundstein für alles was in unseren Wäldern wächst und gedeiht; so auch unser Feuersalamander“, so Dr. Philipp Freiherr Heereman, Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW. Gemeinsam sollen tragfähige Lösungen gefunden werden, um dem Feuersalamander dauerhaft eine Zukunft in unseren Wäldern zu sichern.
Auch der Dachverband der Biologischen Stationen NRW ist eng in das Projekt eingebunden – insbesondere bei der Koordination der praktischen Maßnahmen vor Ort. „Die Biologischen Stationen verfügen über wertvolle regionale Expertise und sind ein unverzichtbares Bindeglied zwischen Wissenschaft, Praxis und Ehrenamt. Nur mit lokal verankertem Engagement können Schutzmaßnahmen nachhaltig greifen“, schließt Dr. Jonas Virgo, Projektleiter beim NABU NRW.
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Förderer:
Zum „Tag des Feuersalamanders“
Der „Tag des Feuersalamanders“, der jedes Jahr am 3. September begangen wird, rückt die Bedrohung dieser einzigartigen Art in den Fokus. Der Feuersalamander ist besonders gefährdet durch Lebensraumverlust, gestörte Wasserhaushalte und die Ausbreitung des Pilzes Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal), der in weiten Teilen Europas zu erheblichen Bestandsrückgängen geführt hat. Der NABU und seine Partner setzen sich daher aktiv für den Schutz der Art und ihrer Lebensräume ein, um sowohl den Feuersalamander als auch die Ökosysteme, die er repräsentiert, langfristig zu bewahren.
mehr zum projekt
Mit dem Projekt engagiert sich der NABU NRW in den kommenden Jahren intensiv für den Schutz der bedrohten Amphibienart. Es geht um besseren Lebensraumschutz, die Vernetzung aller Akteur*innen und die Sensibilisierung für das Amphibiensterben. Mehr →
