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Vorlesen

Projekt „Mehr gArtenvielfalt in NRW“

Ein Gewinn für Mensch und Natur

Das Projekt will die Artenvielfalt direkt vor unserer Haustür stärken. Und zeigen, wie wir schon mit wenigen und einfachen Mitteln in Privatgärten, auf Balkonen und öffentlichen Grünflächen sehr viel für die Artenvielfalt tun können.

Ein naturnaher Garten lockt Vögel, Insekten und andere Tiere an - Foto: NABU/Thomas Dröse

Ein naturnaher Garten lockt Vögel, Insekten und andere Tiere an - Foto: NABU/Thomas Dröse


Was wollen wir erreichen und was planen wir konkret?

Unser Ziel ist es, Stadtnatur zu bewahren, neue grüne Oasen zu schaffen und gemeinsam ein starkes Netzwerk für mehr biologische Vielfalt aufzubauen.

Durch spannende Workshops, vielfältige Informationsangebote und Mitmachaktionen unterstützt das Projekt Menschen in Nordrhein-Westfalen dabei, ihre Gärten naturnah zu gestalten und wertvolle Lebensräume für heimische Tiere und Pflanzen zu schaffen. Darüber hinaus entstehen naturnahe Ansichtsflächen und Lernorte, an denen die vermittelten Inhalte praktisch umgesetzt und direkt erlebbar werden.

Das Projekt ist 2025 gestartet und für vier Jahre geplant. Gefördert wird es vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV).


Vier starke Projektsäulen

Das Projekt „Mehr gArtenvielfalt in NRW“ ruht auf vier starken Säulen: Öffentlichkeitsarbeit, Wissensvermittlung, Vernetzung und naturnahe Ansichtsflächen. Mithilfe dieser Arbeitsschwerpunkte wollen wir die Menschen in NRW tatkräftig unterstützen, mehr Vielfalt in den eigenen Garten oder auf den eigenen Balkon und auch auf öffentliche Grünflächen zu bringen.


Öffentlichkeitsarbeit – Menschen bedarfsgerecht informieren

Wir haben 2025 bereits zahlreiche Veranstaltungen besucht und über das Projekt und unsere Angebote informiert. Das setzen wir fort, um Besucher*innen vor Ort zum Mitmachen und Ausprobieren zu ermutigen. Neben umfassenden Informationsangeboten, die wir online zur Verfügung stellen, planen wir ebenfalls konkrete Beratungsangebote für euch.

Besonders naturnahe Gärten und Grünflächen in privater oder öffentlicher Hand, sowie engagierte Naturgärtner*innen sollen in Zukunft eine Auszeichnung bekommen. Die beliebte und sehr erfolgreiche Zählaktion „Zeit der Schmetterlinge“ wird fortgesetzt. Auch die wertvollen und beliebten Auszeichnungen für schmetterlingsfreundliche Flächen in Gärten, Kitas, Schulen und auf Friedhöfen wollen wir beibehalten.


Unser Informationsangebot

„Mehr gArtenvielfalt in NRW“ - Grafik: NABU/Jule Roschlau
Tipps für „Mehr gArtenvielfalt in NRW“

Hier findest du kompakt und übersichtlich, wie du deinen Garten, Balkon oder das öffentliche Grün in deiner Stadt in ein lebendiges Zuhause für Wildbienen, Vögel und Co. verwandelst – mit heimischen Pflanzen, natürlichen Strukturen und praktischen Tipps für jede Gartengröße. Mehr →

Wissensvermittlung – große und kleine Gartenexpert*innen ausbilden

Wir bereiten zurzeit acht Workshops vor: Hier wollen wir mit euch diskutieren und spezifische Gartenthemen erarbeiten. Ergänzt wird dieses Format durch Exkursionen und auch Praxiseinheiten, bei denen wir gemeinsam aktiv werden und zum Beispiel eine Trockensteinmauer bauen.


Naturnahes Gärtnern begeistert auch Kinder und Jugendliche - Foto: NABU/Christine Kuchem

Naturnahes Gärtnern begeistert auch Kinder und Jugendliche - Foto: NABU/Christine Kuchem

Zusammen mit der NAJU werden wir mit dem Jugend-Umwelt-Mobil (JUM) Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche besuchen, um dort mit verschiedenen Angeboten auch jüngere Menschen für das Gartenthema zu begeistern. Unser Ziel ist es, Nachwuchsgärtner*innen im NABU zu stärken. Hierfür entwickeln wir spannende Formate, mit denen das naturnahe Gärtnern kindgerecht vermittelt wird. Im Vordergrund steht das praktische Tun: Jede*r soll und darf anpacken. Nach getaner Arbeit belohnen wir uns zum Beispiel mit einem gemeinsamen Essen.


Vernetzung – ein starkes Netzwerk für mehr biologische Vielfalt

Mit Vernetzungstreffen und Workshops wollen wir die NABU-Garten-AG wieder aufleben lassen. Dort sind dann NABU-Expert*innen vereinigt, die eure Fragen zum Thema „Garten“ beantworten können und dieses Thema im NABU weiterentwickeln möchten.


Teilnehmer der Feldhamstertagung - Foto: Birgit Königs

Foto: Birgit Königs

Ebenfalls planen wir eine offene Gruppe, die alle Menschen einlädt und ein großes Netzwerk entstehen lässt. In dieser Gruppe können Privatpersonen, Expert*innen und Vertreter*innen anderer Organisationen ein Netzwerk aufbauen, das zum Austausch anregt und so eine naturnahe Gartengestaltung in NRW fördert.

Mit Stadtverwaltungen und Firmen, aber auch Gartenbauverbänden, Hochschulen, Firmen, Stadtverwaltungen oder der Landwirtschaftskammer, wollen wir in den Austausch gehen und einen Raum für innovative Vorhaben und Garten-Projekte schaffen.


Der NABU bekennten sich zu Menschlichkeit, Weltoffenheit, Toleranz und Diversität - Foto: Marcel Gollin

Lust mitzumachen?

Wenn du Lust hast, dich für mehr Naturschutz in NRW zu engagieren, werde doch einfach Mitglied bei uns. Als NABU-Mitglied bist du Teil einer starken Gemeinschaft und kannst dich – gemeinsam mit mehr als 130.000 Gleichgesinnten – aktiv für Mensch und Natur einsetzen.

Jetzt Mitglied werden!

Naturnahe Ansichtsflächen – mit gutem Beispiel vorangehen

In jedem Regierungsbezirk in NRW wollen wir zwei NABU-Lernorte etablieren. Ein Lernort soll eine bestehende NABU-Fläche mit naturnahen Gartenelementen sein, zum Beispiel der Garten einer NABU-Gruppe. Unterstützt werden die Gruppen mit unserer Expertise, unseren Kontakten und auch finanziell. Die Lernorte laden Besucher*innen ein, sich vor Ort anzuschauen, wie naturnahes Gärtnern aussehen kann. Hier können sie sich Anregungen holen und sich mit den NABU-Gärtner*innen austauschen.


NABU-Insektengarten Dortmund - Foto: Brigitte Bormann-Lemm

NABU-Insektengarten Dortmund - Foto: Brigitte Bormann-Lemm

Auf naturnahen Schauflächen sollen Teile eines Gartens zu sehen sein, auf denen ein oder mehrere naturnahe Gartenelemente umgesetzt wurden. Die Schauflächen umfassen auch Balkone und (Dach-)Terrassen sowie Grünstrukturen in der Stadt, zum Beispiel Straßenbegleitgrün, Wiesenflächen, Heckenstrukturen oder Unterbepflanzungen von Bäumen.

Mit ausgewählten Demonstrationsflächen wollen wir die positiven Auswirkungen einer Entschotterung oder Entsiegelung zeigen. Ziel ist die naturnahe Umgestaltung von versiegelten Flächen in NABU-Hand, aber auch von städtischen Flächen – in enger Zusammenarbeit mit den Eigentümer*innen.


NABU-Gärten in NRW

Insektenhotel - Foto: Herbert Beste
NABU-Gärten

Viele NABU Gruppen pflegen eigene Gärten. Manchmal in Kooperationen, manchmal mit ehrenamtlichen Helfern, aber immer für einen guten Zweck: Menschen zu zeigen, wie wir naturnah und umweltverträglich gärtnern können. Mehr →

Zählaktion „Zeit der Schmetterlinge“

Kleiner Fuchs - Foto: NABU/Bernd Stahlschmidt
Tag- und Nachtfalterzählung

Seit 2014 ruft der NABU NRW jährlich dazu auf, vier Wochen lang Falter in Gärten und Parks zu beobachten und die Beobachtungsdaten zu melden. Mehr →

Gefördert durch

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