Mehr Unterstützung in der Transformationsregion
Bürge-Zentrum für nachhaltige Entwicklung & Naturschutz im Rheinischen Revier (MutZuRNatuRR)
Inhalt
Ziel des Projekts ist das bürgerschaftliche Engagement in der Region zu stärken und Kompetenzen für Naturschutz, nachhaltige Entwicklung und ökologische Perspektiven auf den Strukturwandel auszuweiten.
Dafür wird in Buir am Südrand des Tagebaus Hambach zwischen Düren und Köln das „Bürge-Zentrum für Nachhaltige Entwicklung“ als zukünftige Anlaufstelle in der Transformationsregion eingerichtet. Die Region, die in unmittelbarer Nähe zu den drei aktiven Tagebauen Hambach, Inden und Garzweiler liegt, steht seit Jahren vor tiefgreifenden Veränderungen durch den Strukturwandel. Bislang fehlen zentrale Anlaufstellen für bürgerschaftliches Engagement und ein regional verankertes Bildungsangebot für nachhaltige Entwicklung. Vor diesem Hintergrund setzt der NABU NRW gemeinsam mit sozial und ökologisch engagierten Akteur*innen aus der Region an, um Menschen zu stärken, die sich aktiv für Naturschutz, nachhaltige Entwicklung und eine zukunftsfähige Gestaltung des Strukturwandels einsetzen möchten. Ziel ist es, Engagement zu bündeln, Kompetenzen aufzubauen und neue Beteiligungsmöglichkeiten für die Zivilgesellschaft zu schaffen.
Mithilfe der KoMoNa-Förderung des Bundesumweltministeriums wird das Bürge-Zentrum in Buir als offener Treffpunkt, Beratungs- und Vernetzungsort aufgebaut. Umliegende Wälder trugen seit Jahrhunderten den Namen Bürgewald oder waren auch als „Die Bürge“ bekannt. Es dient Bürger*innen und Initiativen als zentrale Anlaufstelle für die ökologische Transformation und unterstützt sie mit Informationen, Ressourcen und passgenauen Angeboten.
Engagierte werden hier durch Koordinations-, Beratungs- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und vernetzt. Auf die Region angepasste Bildungs- und Beteiligungsaktivitäten zeigen Lösungsansätze für die globale Natur- und Klimakrise auf und bieten Anknüpfungspunkte zum lokalen Handeln.
Ein umfassendes Aktions- und Veranstaltungsprogramm vermittelt Wissen zum Strukturwandel, stärkt Engagement und erhöht die Sichtbarkeit bestehender Aktivitäten in der Region. Ergänzend dazu entsteht eine mobile Ausstellung zur Transformationsregion und zum Biotopverbund, die das Thema auch über den Standort hinaus in die Region trägt.
Ehrenamtlich Engagierte unterstützen bei der Umsetzung ökologischer Leuchtturmprojekte als sichtbare Pilotmaßnahmen für ein in der Praxis zu vernetzendes Biotopverbundsystem im Rheinischen Revier.
Das Projekt des NABU NRW bietet vielfältige Möglichkeiten aktiv zu werden und sich für die natürlichen Lebensgrundlagen einzusetzen. - Foto: Linus Platzer
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Umsetzung von Naturschutz. In einem partizipativen Prozess werden sechs Öko-Leuchtturmprojekte ausgewählt und in unterschiedlichen Kooperationen realisiert, die als sichtbare Impulse für einen funktionierenden Biotopverbund dienen. Diese Flächenprojekte verbinden Umweltbildung mit konkretem Naturschutz und machen ökologische Zusammenhänge im öffentlichen Raum erlebbar.
Das Bürge-Zentrum schließt eine wichtige Lücke im Rheinischen Revier, indem es erstmals eine dauerhaft erreichbare Anlaufstelle für ökologisch orientiertes Engagement im Strukturwandel schafft. Die entwickelten Bildungs- und Veranstaltungsangebote werden langfristig nutzbar gemacht und den Kooperationspartnern zur Verfügung gestellt. Die umgesetzten Öko-Leuchtturmflächen bleiben über das Projektende hinaus erhalten. Sie demonstrieren beispielhaft, wie nach Ende der Braunkohleförderung die natürlichen Lebensräume gesichert, die Biodiversität gefördert und die Region nachhaltig entwickelt werden kann. So entsteht eine nachhaltige Struktur, die Beteiligung fördert und den ökologischen Wandel in der Region dauerhaft unterstützt.
Auch mutig? Mitmachen und Unterstützen!
Melden Sie sich gerne bei unserem Projektteam in Buir unter mutzurnatur@nabu-nrw.de
Förderung
Das Projekt MutZuRNatuRR wird im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen gefördert. Mit dem KoMoNa-Programm unterstützt die Bundesrepublik Deutschland Kommunen und Zivilgesellschaft in Strukturwandelregionen bei der Verwirklichung ökologischer Nachhaltigkeitsziele und dem Einstieg in einen langfristig umweltverträglichen Entwicklungspfad im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS). Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut das Förderprogramm.
MutZuRNatuRR ist ein Projekt des NABU NRW im Rahmen des Programms
"Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen" (KoMoNa).
aktuelles
Das Rheinische Revier steht seit Jahren vor tiefgreifenden Veränderungen durch den Strukturwandel. Bislang fehlen zentrale Anlaufstellen für bürgerschaftliche Beteiligung. Diese Lücke schließt der NABU NRW nun mit dem „Bürge-Zentrum für nachhaltige Entwicklung". Mehr →
