Nordrhein-Westfalen.NABU.de Projekte & Aktionen Vogel des Jahres
Die Dohle - Vogel des Jahres 2012
Die Dohle - Vogel des Jahres 2012
Wohnungsnot macht der Dohle das Leben schwer | NRW ist Dohlenland Nr.1
14. Oktober 2011 -
Die Dohle (Coloeus monedula) wurde heute zum „Vogel des Jahres 2012” gewählt. Mit der Ernennung zum Vogel des Jahres setzen sich NABU und LBV verstärkt für die geselligen und intelligenten Dohlen einsetzen, denn ihre Lebensräume werden immer mehr eingeengt. Es sei dringend notwendig, die vielseitigen Stimmtalente besser zu schützen, denn Dohlen stünden bereits in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. In Nordrhein-Westfalen gehe es der Dohle mit 45.000-50.000 Brutpaaren dagegen vergleichsweise gut. Damit kommt NRW beim Schutz der Dohle eine besondere Verantwortung zu, denn es beherbergt nahezu die Hälfte des gesamten bundesweiten Dohlenbestandes. Deutschlandweit gäbe es gerade einmal rund 100.000 Brutpaare. Während die Dohlenbestände bundesweit rückläufig seien, habe die Dohle in NRW in den letzten 30 Jahren deutlich zugenommen. Hauptverbreitungsgebiete in Nordrhein-Westfalen seien der Niederrhein und das Münsterland, aber auch im Sauerland breite sich die Dohle immer weiter aus.
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Gartenrotschwanz ist Vogel des Jahres 2011
Streuobstwiesen sind wichtiger Lebensraum des farbenprächtigen Singvogels
08. Oktober 2010 -
Der NABU hat den Gartenrotschwanz zum „Vogel des Jahres 2011” gewählt. Der früher weit verbreitete und recht häufige Singvogel mit dem namensgebenden ziegelroten Schwanz ist heute in vielen Regionen selten geworden. Besonders im Westen Deutschlands ist er aus zahlreichen Dörfern und Kleinstädten verschwunden. Auch in Nordrhein-Westfalen ist vor allem der Verlust an Streuobstgürteln und strukturreichen Gärten in Dorfrandlagen für den Rückgang des Gartenrotschwanzes verantwortlich.
Lediglich am Unteren Niederrhein findet man den Gartenrotschwanz noch häufiger. Denn hier gibt es sie noch in größerer Ausdehnung als in anderen Regionen Nordrhein-Westfalens – die alten, höhlen-reichen Hochstammobstwiesen und Kopfbaumbestände, auf die der Gartenrotschwanz als typischer Nisthöhlenbrüter angewiesen ist. Sie bieten sowohl geeignete Brutplätze als auch die notwendigen Sitzwarten, von denen die Vögel nach Insekten jagen. Schlecht ist es dagegen in der Niederrheinischen Bucht, der Eifel und dem Siebengebirge um den Gartenrotschwanz bestellt. Die aktuelle Rote Liste der Brutvögel Nordrhein-Westfalens geht gerade einmal von circa 4000 Brutpaaren des Gartenrotschwanzes für ganz NRW aus.
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Der Kormoran - Vogel des Jahres 2010
Ungeliebter Fischfresser gehört zur heimischen Vogelwelt an Flüssen und Seen
NABU und LBV haben den Kormoran zum „Vogel des Jahres 2010” gewählt. Die beiden Verbände setzen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans ein, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu tausenden geschossen und vertrieben wird. „Unter dem Vorwand eines „Kormoran-Managements“ haben nahezu alle Bundesländer, darunter auch Nordrhein-Westfalen, spezielle Kormoran-Verordnungen erlassen, die den bestehenden Schutz der Vögel untergraben“, erklärt Bernd Jellinghaus, Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie und Vogelschutz im NABU NRW. Diese Verordnungen erlauben die flächendeckende Tötung von Kormoranen unabhängig von einem Schadensnachweis an Fischbeständen selbst in Naturschutzgebieten. Die Bilanz ist beschämend: Jedes Jahr werden in Deutschland wieder rund 15.000 Kormorane getötet, allein in NRW über 4.000 Kormorane in der letzten Jagdsaison. Mit der Ernennung des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 will der NABU zeigen, was getan werden kann, um Kormoranen und Fischern eine Zukunft an unseren Gewässern zu sichern. "Der Umgang mit dem Kormoran ist ein Prüfstein für einen umsichtigen Artenschutz in Deutschland und Europa“, so Jellinghaus.
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Vogel des Jahres 2009 - der Eisvogel
Schillernder Fischfänger profitiert von Gewässerprogrammen und Klimawandel
Der NABU und der LBV haben Anfang Oktober den Eisvogel zum „Vogel des Jahres 2009” gekürt. Der Vogel, der wegen seiner Schönheit und Farbenpracht gern als „fliegender Edelstein“ bezeichnet wird, steht für lebendige Flüsse und Auen. Zu Hause ist der Eisvogel an naturnahen Flüssen und Bachläufen, deren sauberes, klares Wasser zum Beutefang einlädt, deren Ufer unverbaut sind und von der natürlichen Gewässerdynamik gestaltet werden. An den Mittelläufen schnellfließender Bäche der Mittelgebirgsregionen Nordrhein-Westfalens findet man solche Bedingungen noch. Entsprechend gut ist es um den Eisvogel in NRW bestellt. Seit Mitte der 1980er Jahre nimmt der Bestand kontinuierlich zu. Zwischen 1.000 und 1.500 Brutpaare gibt es hier zurzeit. Häufiger an seinem Anblick erfreuen kann man sich beispielsweise an Schwalm und Nette, an Bachläufen im Bergischen Land sowie in der Region zwischen Sauer- und Münsterland. Deutschlandweit leben etwa 5.600 bis 8.000 Brutpaare.
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Der Kuckuck - Vogel des Jahres 2008
Schwindende biologische Vielfalt ist für Rückgang verantwortlich
Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben in Berlin den Kuckuck zum "Vogel des Jahres 2008" gekürt. Früher galt der Kuckuck als Allerweltsvogel, doch heute geht er durch intensive Nutzung und Zerstörung seines Lebensraumes und dem damit verbundenen Verlust an biologischer Vielfalt in weiten Teilen Deutschlands stark zurück. Schätzungen zufolge leben zurzeit zwischen 51.000 und 97.000 Paare in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen geht man aktuell von circa 6.000 Brutpaaren aus, was einem Bestandesrückgang von rund 30 Prozent in knapp 10 Jahren entspricht.
Zum Verhängnis wird dem Kuckuck dabei zunehmend seine ausgeklügelte Fortpflanzungsstrategie. Der "Brutparasit" legt seine Eier beispielsweise gerne in die Nester von Teichrohrsängern, Rotschwänzen oder Zaunkönigen. Seine Eier sind in Größe, Färbung und Musterung den Wirtsvogeleiern angepasst. Gehen die regionalen Vorkommen der Wirtsvögel zurück, ist der Kuckuck direkt betroffen. Flussniederungen sowie Moore und Heiden sind bevorzugte Verbreitungsgebiete. So finden sich in NRW Verbreitungsschwerpunkte am Unteren Niederrhein und im Westfälischen Tiefland.
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Der Turmfalke - Vogel des Jahres 2007
Lebensraum für den kleinen Greifvogel in Städten und Dörfern erhalten
Der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben heute in Berlin den Turmfalken zum "Vogel des Jahres 2007" gekürt. Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist mit seinen rund 35 Zentimetern Körpergröße und 75 Zentimetern Flügelspannweite ein kleiner Verwandter des ersten Jahresvogels überhaupt, dem 1971 gewählten Wanderfalken. Auch wenn er nicht wie damals der Wanderfalke auf der Roten Liste gefährdeter Arten steht, hat die Zahl der Turmfalken in einigen Teilen Deutschlands in den vergangenen 30 Jahren deutlich abgenommen. Freie Flächen an den Stadt- und Dorfrändern würden durch Straßen und Neubauten versiegelt, Nistmöglichkeiten an geeigneten Gebäuden bei Sanierungen häufig verschlossen und Kirchtürme oftmals von außen unzugänglich gemacht. Dem Turmfalken fehle es zunehmend an Nistplätzen und Nahrungsangebot. Denn auch die offenen Landschaften - sein bevorzugtes Jagdrevier - würden immer eintöniger.
In NRW konnte der Turmfalke seine Bestände bisher insgesamt erstaunlich stabil halten. Mit Ausnahme waldreicher Gebiete wie der Eifel und dem Bergischen Land im Rheinland oder dem Rothaarkamm in Westfalen ist der Turmfalke in allen Teilen Nordrhein-Westfalens vertreten. Verbreitungsschwerpunkte finden sich beispielsweise im Rheintal zwischen Duisburg und Wesel. Lokal kommt es jedoch auch in NRW insbesondere durch die Intensivierung der Landwirtschaft zu Rückgängen. Jüngste Hochrechnungen im Rahmen der Ökologischen Flächenstichprobe der LÖBF (2006) ergeben einen Turmfalkenbestand von 5.000-6.000 Brutpaaren.
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Der Kleiber - Vogel des Jahres 2006
Plädoyer für den Schutz naturnaher Eichen- und Buchenwälder
NABU und Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Kleiber zum "Vogel des Jahres 2006" gekürt. "Den Kleiber kann man häufig in Gärten oder Parks bei der Nahrungssuche beobachten", sagt Maria Esser, Sprecherin des Landesfachausschusses für Ornithologie und Vogelschutz im NABU NRW. Voraussetzung dafür sei aber, dass sich hier auch ältere höhlenreiche Bäume fänden oder es in der Nähe einen Wald mit älterem Baumbestand gäbe. Denn Wälder mit alten Bäumen, in denen der Kleiber nisten kann, seien sein eigentlicher Lebensraum. Da mindestens acht Prozent der europäischen Kleiberpopulation in heimischen Wäldern lebt, hat Deutschland eine zentrale Verantwortung für die Art und ihren Lebensraum mit höhlenreichen Altholzbeständen und strukturreichen, lichten Laub-, Laubmisch- und Nadelwäldern.
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Der Uhu - Vogel des Jahres 2005
Bestände in NRW sind erfreulich stabil
Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Uhu zum Vogel des Jahres 2005 gekürt. Damit wurde ein Vogel ausgewählt, der wie kaum eine andere Art für einen der ganz großen Erfolge in Sachen Arten- und Lebensraumschutz steht. Mitte des letzten Jahrhunderts hierzulande beinahe ausgerottet kommt die größte europäische Eule dank gezielter Artenhilfsprogramme heute wieder bundesweit vor. In Nordrhein-Westfalen bildet der Uhu mit 120-140 Brutpaaren wieder eine stabile Population. Mehr über Biologie, Lebensweise, Verbreitung, Gefährdung und Schutz des Uhus finden Sie auf den Seiten des NABU Bundesverbandes.
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Vogel des Jahres 2004
Der Zaunkönig
Mit dem Zaunkönig haben NABU und LBV eine der kleinsten heimischen Arten zum Vogel des Jahres 2004 gewählt. Als allseits bekannter Sympathieträger steht er stellvertretend für viele andere Garten- und Parkbewohner. Verbunden mit der Kür des Zaunkönigs sind ein Aufruf zur Entwicklung strukturreicher Grünflächen mit dichtem Unterholz sowie ein Appell zum Erhalt naturnaher Bachauen. Jeder, der den Zaunkönig schützen will, sollte sich für mehr Wildnis und Natur einsetzen.
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Vogel des Jahres 2003
Der Mauersegler
Nach dem Haussperling haben NABU und LBV (Landesbund für Vogelschutz) 2003 einen weiteren typischen Bewohner der Siedlungsräume zum Vogel des Jahres gekürt. Wie auch schon der Spatz steht der Mauersegler (Apus apus) ganz im Zeichen der Kampagne "Nachbar Natur. Ökologische Konzepte für Städte und Dörfer" und macht stellvertretend für viele andere Tiere auf die ökologischen Probleme unserer Dörfer und Städte aufmerksam.
Der Mauersegler ist in seinem Bestand derzeit nicht akut bedroht, doch leidet auch er unter Wohnungsnot: Alte Häuser werden saniert und neue gleich hermetisch abgeriegelt, so dass es zunehmend an Nistmöglichkeiten mangelt. Als langlebiger, ortstreuer Vogel kehrt er noch viele Jahre in die Gegend seines Brutplatzes zurück und der Mensch gewinnt den Eindruck, alles sei beim Alten. Findet der Mauersegler an diesen Stellen jedoch keine Nistplätze mehr vor, wird sich sein Bestand ohne Nachwuchs auf Dauer verringern und der Mauersegler langsam aus unseren Städten und Dörfern verschwinden.
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Von den 70ern bis heute
Vogel des Jahres
Seit 1971 küren NABU und LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) den Vogel des Jahres. Ob als Oiseau de l’année, Ave del Año oder Gada putns (lettisch): Europaweit erfreut sich der „Vogel des Jahres“ zunehmender Beliebtheit, ein Dutzend Länder wählen jeweils einen eigenen. Selbst in Südafrika und Neuseeland wird inzwischen ein „Bird of the Year" gekürt.
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