Nordrhein-Westfalen.NABU.de Projekte & Aktionen Wassernetz NRW
Wassernetz NRW
Umsetzung Wasserrahmenrichtlinie NRW
Zweiter Wassernetz-Workshop zur Öffentlichkeitsbeteiligung
Am Samstag dem 9. Mai 2009 findet im Keuning-Haus Dortmund das zweite Arbeitstreffen zur Stellungnahme zum Bewirtschaftungsplan NRW statt. Schwerpunkt dieses Treffens sind die Sammlung und Bearbeitung von Fragen zum Bewirtschaftungsplan und den zugehörigen Dokumenten und die gemeinsame Diskussion der bislang erstellten Teile der gemeinsamen Stellungnahme der Naturschutzverbände. Das Programm und die Anmeldeinformationen können Sie hier herunterladen: http://www.wassernetz-nrw.de/wnetz/content/view/493/66/.
Als Diskussionsgrundlage steht ein Entwurf des ersten Teils der Stellungnahme zum Download zur Verfügung:
http://www.wassernetz-nrw.de/dl/BWP-NRW_Grundsaetzliches_Stand20090429.pdf.
Den aktuellen Stand der kompletten Stellungnahme finden Sie im Stellungnahme-WIKI: http://www.wassernetz-nrw.de/stellungnahme2009/index.php?title=Unsere_Stellungnahme. Alle Texte stehen dort zur freien Einsicht bereit. Wenn Sie uns schreibend unterstützen wollen müssen Sie sich allerdings anmelden:
http://www.wassernetz-nrw.de/stellungnahme2009/index.php?title=Anmeldung.
Auch wenn Sie sich bislang noch nicht mit dem Bewirtschaftungsplan beschäftigt haben, lohnt sich die Teilnahme. Noch ist genügend Zeit, um die Unterlagen zu sichten. Nutzen Sie Ihre Chance und mischen Sie sich ein!
Außerdem möchten wir Sie auf eine neue Broschüre der Naturschutzverbände zum Gewässerschutz aufmerksam machen: Europas Gewässer am Scheideweg stellt unsere grundsätzlichen Anforderungen an die Umsetzung der WRRL vor. Sie können die Broschüre hier oder als gedruckte Version beim Wassernetz NRW bestellen. Wir freuen uns, wenn Sie die Broschüre vor allem bei den Runden Tischen und im Kontakt mit Behörden und (Kommunal-)Politikern einsetzen.
Ihre Meinung bitte!
Öffentlichkeit bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie gefragt
Am 22.12.2008 hat Nordrhein-Westfalen den Bewirtschaftungsplan für die nordrhein-westfälischen Anteile von Rhein, Weser, Ems und
Maas vorgelegt. Alle Bürger haben jetzt die Möglichkeit, bis zum 22.6.2009 diese Pläne und alle zugehörigen Hintergrunddokumente einzusehen sowie dazu Stellung zu nehmen. Diese Öffentlichkeitsbeteiligung stellt eine zentrale Anforderung der WRRL dar und wird erstmalig bei der Umsetzung einer Europäischen Richtlinie angewandt. Die Naturschutzverbände und ihre Mitglieder, aber auch alle interessierten Bürger, sollten von diesem Recht Gebrauch machen, um frühzeitig auf Entwicklungen hinzuweisen, die die Erreichung der WRRL-Ziele verzögern oder verhindern. Machen Sie sich stark für den Bach vor Ihrer Haustüre!
Die Bewirtschaftungspläne können unter www.flussgebiete.nrw.de eingesehen werden. Ergänzende Informationen finden Sie auch auf der Wassernetz-Homepage.
Zur aktuellen Pressemeldung der Naturschutzverbände
Wasserrahmenrichtlinie in NRW
Endspurt zum guten Zustand?
Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (Richtlinie 2000/60/EG, kurz WRRL) bildet seit Dezember 2000 den rechtlichen Rahmen für die gesamte Wasserwirtschaft in der Europäischen Union. Im Kern verlangt die Richtlinie die Erreichung eines guten chemischen und ökologischen Zustandes aller Oberflächengewässer sowie einen guten chemischen und mengenmäßigen Zustand des Grundwassers bis zum Jahre 2015. Damit eröffnet sie eine große Chance für den Gewässerschutz.
Fast 8 Jahre haben die Behörden benötigt, um den ersten Bewirtschaftungsplan für die Gewässer und Grundwasservorräte in Nordrhein-Westfalen fertig zu stellen. Am 22. Dezember 2008 hat die abschließende Phase der Offenlegung begonnen. Sie bietet allen Bürgern die Möglichkeit, innerhalb von 6 Monaten zu den Planungen Stellung zu nehmen. Grund genug also für den NABU und seine aktiven Mitglieder, der Zukunft der Gewässerbewirtschaftung gründlich auf den Zahn zu fühlen.
Viele Gewässer sind nach wie vor in schlechtem ökologischen Zustand
Spätestens seit der Bestandsaufnahme 2004 ist bekannt, dass es vielen Gewässern in NRW nach wie vor schlecht geht. Zwar hat der Bau von Kläranlagen und die schärfere Überwachung industrieller Einleiter zu einer Verbesserung der Wasserqualität geführt, dies hat aber nur zu geringfügigen Verbesserungen der ökologischen Qualität der Gewässer geführt. Auch die neuen Untersuchungsverfahren der Wasserrahmenrichtlinie, die die Güte der Tier- und Pflanzenwelt in unseren Flüssen und Seen in den Vordergrund stellen, bestätigen diese erheblichen Defizite weitgehend.
"Besonders der Ausbau fast aller Gewässer und viele diffuse Einträge tragen zur schlechten Bewertung der Bäche bei" bestätigt Dr. Christoph Aschemeier, der sich als Mitarbeiter des Wassernetz NRW seit 2004 für die Berücksichtigung der Naturschutzaspekte bei der Bewirtschaftungsplanung einsetzt. Vor allem die Wiederherstellung einer naturnahen Gewässerstruktur und schützender Uferbereiche sind nach seiner Ansicht nötig, damit sich zukünftig der gute ökologische Zustand wieder einstellen kann.
Bürgerbeteiligung dringend erforderlich
Für dieses Ziel haben sich in den vergangenen Monaten auch viele NABU-Mitglieder an den Runden Tischen der Bezirksregierungen eingesetzt, die sich mit der Maßnahmenplanung beschäftigt haben. Hier konnten bereits zahlreiche konkrete Vorschläge für die Verbesserung des Gewässerzustands eingereicht werden. Doch nicht immer fanden die Vorschläge der Gewässerschützer Gehör, denn auch viele Gewässernutzer saßen mit am Tisch.
Daher gilt es jetzt, die fertiggestellten Entwürfe für die Planung intensiv zu überprüfen. Eine vielleicht einmalige Gelegenheit, denn viele Entscheidungen legen schon jetzt das weitere Schicksal unserer Gewässer bis zum Jahr 2027 fest. Und das sieht nicht immer gut aus: So wird für viele Bäche und Flüsse der Status als erheblich verändertes Gewässer festgeschrieben, für den erheblich geringere Anforderungen an den ökologischen Zustand gelten. Ein weiteres Problem stellen zahlreiche Fristverlängerungen dar, mit denen die notwendigen Maßnahmen weit in die Zukunft verschoben werden. Doch damit werden nicht nur die finanziellen Belastungen verteilt sondern auch die Gefahr erhöht, dass in der Wartezeit weitere Verschlechterungen eintreten. Auch das Grundwasser bedarf weitere der Aufmerksamkeit, vor allem die hohe Belastung mit dem Pflanzennährstoff Nitrat. Eine wesentliche Quelle ist die Landwirtschaft, doch es bleibt fraglich, ob ausschließlich durch eine Beratung eine entscheidende Verringerung der Einträge erreicht werden kann.
Wer sich also für seinen Bach vor der Haustüre einsetzen möchte, der wende sich am besten an das Wassernetz NRW. Die offiziellen Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme finden sich im Internet unter www.flussgebiete.nrw.de oder können bei den Bezirkregierungen eingesehen werden.
Wassernetz NRW
Aufbau eines ehrenamtlichen Gewässerschutz-Netzwerkes
Das Projekt Wassernetz NRW wurde im September 2004 durch die drei anerkannten Naturschutzverbände BUND, LNU und NABU ins Leben gerufen. Zentrales Anliegen des Gemeinschaftsprojektes war der Aufbau eines Netzwerkes zur Einbindung des ehrenamtlichen Gewässerschutzes in die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) für NRW. Mittlerweile ist das Wassernetz NRW unersätzlicher Ansprechpartner aller ehrenamtlichen Naturschützer, die sich an der Umsetzung der WRRL in NRW beteiligen. So finden sich auf der Internetseite www.wassernetz-nrw.de und im Handbuch "Wasserrahmenrichtlinie und Naturschutz" unter anderem alle wichtigen Informationen über die Ziele der WRRL und Ihre Beteiligungsmöglichkeiten.
Kontakt: Wassernetz NRW, Dr. Christoph Aschemeier, Merowingerstr. 88, 40225 Düsseldorf, Tel.: 0211/302005-27, E-Mail: info@wassernetz-nrw.de.

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
Desktopmotive
Verbandsnetz
