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Willkommen Wolf in NRW
Wolf und Luchs die Rückkehr ebnen
NABU-Präsident auf Sommerreise in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen gehört seit Ende 2009 zu den Bundesländern, in denen zumindest lokal und zeitweise mit den beiden großen heimischen Beutegreifern Wolf und Luchs zu rechnen ist. Besonders der Kreis Höxter macht in diesem Zusammenhang von sich reden, da der erste und bisher einzige Wolfnachweis für NRW hier geführt wurde. Zuletzt geriet der Kreis mit mehreren vom Luchs gerissenen Schafen in die Schlagzeilen. Da sich der NABU für die Rückkehrer Wolf und Luchs einsetzt, lag es für NABU-Präsident Olaf Tschimpke nahe, auf seiner diesjährigen Sommerreise quer durch Deutschland beim NABU im Kreis Höxter Station zu machen. Weitere Etappen führten ihn zum Rolfschen Hof nach Detmold und zum "Großen Torfmoor" nach Minden Lübbecke.
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NABU begrüßt Rückkehr des Wolfes nach NRW
Land muss die Ausbildung von Wolfsexperten und Entschädigungszahlungen sicherstellen
04. März 2010 -
In Nordrhein-Westfalen gibt es wieder einen Wolf. Erwartungsgemäß bestätigte die vom Land in Auftrag gegebene DNA-Analyse eines Wolfverdachtsfalles im Kreis Höxter zumindest die zeitweise Existenz eines Wolfes in Ostwestfalen. „Schon länger gab es die Vermutung, dass sich der Wolf aus dem hessischen Reinhardswald zu Stippvisiten über die Landesgrenze nach NRW aufmacht“, sagt Birgit Beckers, stellvertretende Vorsitzende des NABU NRW und Großtierexpertin. Ob es sich bei dem jetzt für NRW nachgewiesenen Tier aber tatsächlich um den hessischen Wolf handele sei nach wie vor ungewiss, da aus Hessen keine vergleichbaren Nachweise vorlägen. Sicher sei aber, dass sich das Land nun intensiv um die Erstellung eines länderübegreifenden Wolfs-Managementplanes kümmern müsse und sich auch nicht scheuen dürfe, externe Wolfsexperten zu Rate zu ziehen.
Sinnvoll wäre nun auch die Information und Aufklärung der Öffentlichkeit. „Auch in Nordrhein-Westfalen brauche niemand Angst vorm Wolf zu haben“, betont Beckers. Jahrelange Erfahrungen mit den freilebenden Wölfen in Sachsen und Brandenburg hätten deutlich gezeigt, dass Wölfe dem Menschen lieber aus dem Weg gehen. Rotkäppchen sei ein Märchen aus vergangener Zeit, das nicht das Verhalten eines frei lebenden Wolfes widerspiegeln würde. Deshalb könne sich jeder glücklich schätzen, der einmal einen Wolf in der Natur zu sehen bekäme.
Außerdem müssen in Ostwestfalen nun erste Maßnahmen im Herdenschutz umgesetzt werden. Die Errichtung von 90 Zentimeter hohen Zäunen, um Schafherden vor Wölfen zu schützen, seien da als erste Maßnahme vollkommen ausreichend. „Dringend erforderlich ist allerdings die Schulung einzelner Wolfsexperten, die Wolfsspuren erkennen könnten und in der Lage sein sollten, vom Wolf gerissene Tiere zu dokumentieren“, so Beckers weiter. Bis geschulte Wolfsexperten im Land zur Verfügung stünden, müsse man auf externe Gutachter zurückgreifen. Um die Akzeptanz für die Rückkehr des Wolfes insbesondere bei den Schäfern zu erhöhen, sollten diese für nachweislich vom Wolf gerissene Schafe Entschädigungszahlungen erhalten.
Für Rückfragen:
Helmut Brücher , Wolfsexperte NABU NRW, mobil: 0172-3140 992
Birgit Beckers, stellv. Vorsitzende NABU NRW, mobil: 0175-61 37 780,
Markus Bathen, Leiter NABU-Projekt „Willkommen Wolf!“, mobil: 0172-64 53 537
Willkommen Wolf in Nordrhein-Westfalen
NABU fordert Land auf, zügig einen Wolf-Managementplan zu erstellen
19. Januar 2010 -
Die Anhaltspunkte verdichten sich, dass der Wolf im äußersten Osten von NRW häufiger zu Besuch erscheint. So wird ein bereits Ende letzten Jahres im Kreis Höxter gerissenes Schaf als Wolfsverdachtsfall gehandelt. Die am Fundort genommenen Haarproben werden zurzeit noch untersucht. Unabhängig davon, ob dieser konkrete Fall nun tatsächlich dem Wolf zuzurechnen ist, ist eine Einwanderung und eine spätere Ansiedlung des Wildtieres nach Nordrhein-Westfalen nur eine Frage der Zeit, da ist sich der NABU sicher. Vom nordhessischen Reinhardswald nach NRW sind es gerade einmal 20 km, das ist für den Wolf nur ein Katzensprung.
Deshalb begrüßt der NABU die vom Umweltministerium und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz geplante Einrichtung einer Arbeitsgruppe „Wolf in NRW“, in der Vertreter der Jagd, Nutztierhalter, Säugetierkundler, Naturschutzverbände und Behörden gemeinsam einen Wolfsmanagementplan für NRW erarbeiten wollen. Der NABU mahnt jedoch zügigere Aktivitäten an. Bereits jetzt ist es notwendig, gezielt nach Hinweisen auf Wölfe im äußersten Osten von NRW zu suchen, die betroffenen Schäfer zu betreuen und Naturschützer und Jäger zu informieren. Zudem müsse das Land nun schnellstmöglich einen länderübergreifenden Plan vorlegen, der das Zusammenleben von Mensch und Wolf dauerhaft regelt.
Wölfe bald auch wieder in NRW?
NABU fordert Land auf, sich auf die Rückkehr des Wolfes vorzubereiten
28. November 2008 -
Anlässlich der Anwesenheit eines Wolfes im nordhessischen Reinhardswald und jüngst in Uslar, 14 km von der NRW-Landesgrenze entfernt, geht der NABU davon aus, dass der erste Wolf auch in Nordrhein-Westfalen nicht mehr lange auf sich warten lässt. „Das ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der erste Wolf die noch fehlenden Kilometer bis in den Kreis Höxter zurücklegt und NRW ´Guten Tag´ sagt“, ist Birgit Beckers, stellvertretende Vorsitzende des NABU NRW und NABU-Großtierexpertin, überzeugt. Zumal der Wolf in einer Nacht problemlos 50 km zurücklegen könne. „Da liegt die Vermutung nahe, dass wölfische ´Stippvisiten´ nach NRW bisher nur unbemerkt geblieben sind“, so Beckers weiter. Vom Land erwarte der NABU nun dringend eine aktive Vorbereitung auf die mögliche Rückkehr des Wolfes nach NRW.
Das scheue Wildtier sei eine Bereicherung unserer Naturräume, das eine Chance verdiene, in Deutschland wieder dauerhaft heimisch zu werden. „Um ein konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und Wolf zu erreichen, ist es aber notwendig, so genannte Wildtiermanagementpläne auszuarbeiten“, erklärt Beckers. Wölfe berührten in Deutschland den Alltag von Schafhaltern, Jägern oder Waldbesuchern, die sich mit dem Neuling konfrontiert sähen – sachliche Informationen, Schutzmaßnahmen für Nutztiere und schnelle unbürokratische Hilfe im Schadensfall seien daher erforderlich, um die Akzeptanz für den Heimkehrer Wolf zu gewährleisten. Nacheinander seien Wölfe in Sachsen, Brandenburg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und zuletzt im Mai dieses Jahres in Hessen aufgetaucht. „Wölfe haben einen großen Aktionsradius. Spätestens jetzt muss der Landesregierung klar werden, wie dringend notwendig ein mit Niedersachsen und Hessen abgestimmtes länderübergreifendes Wolfsmanagement ist. "Die fachlichen Grundlagen sind seit langem bekannt und Niedersachsen hat gute Vorarbeit geleistet, davon kann NRW jetzt profitieren," so Beckers.
Im Rahmen eines solchen Wolfsmanagements sei unter anderem die Schulung einzelner Wolfsexperten wichtig, die Wolfsspuren erkennen könnten und in der Lage sein sollten, vom Wolf gerissene Tiere zu dokumentieren. Sollte sich herausstellen, dass ein Wolf über längere Zeit im gleichen Gebiet verweilt, sind Maßnahmen im Herdenschutz und die Information der Bevölkerung wichtig. Auch im Gebiet der Deutschen Märchenstraße brauche niemand Angst vorm Wolf zu haben, betont der NABU. Rotkäppchen sei ein Märchen aus vergangener Zeit, das nicht das Verhalten eines frei lebenden Wolfes widerspiegeln würde. Im Gegenteil: Wildlebende Wölfe seien äußerst scheu und würden den Kontakt mit dem Menschen meiden. Deshalb könne sich jeder glücklich schätzen, der einmal einen Wolf in freier Wildbahn zu sehen bekäme. Nach einer Analyse des Bundesamtes für Naturschutz fänden sich geeignete Lebensräume dazu in den östlichen Landkreisen von NRW.
Für Rückfragen:
Helmut Brücher , Wolfsexperte NABU NRW, mobil: 0172-3140 992
Birgit Beckers, stellv. Vorsitzende NABU NRW, mobil: 0175-61 37 780,
Markus Bathen, Leiter NABU-Projekt „Willkommen Wolf!“, mobil: 0172-64 53 537
Willkommen Wolf
Der NABU will frei lebenden Wölfen in Deutschland wieder einen dauerhaften Lebensraum schaffen. Zu diesem Zweck hat der NABU ein Aufklärungs-Projekt für mehr Akzeptanz und zum Schutz der Wildtiere gestartet.
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Wölfe in Deutschland
Es gibt sie wieder: frei lebende Wölfe in Deutschland. 1998 wurden auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen zwei, im Jahr 2000 sogar sechs Wölfe - Eltern und Jungtiere - von Revierförstern beobachtet. Seit dem zogen die Elterntiere jedes Jahr Welpen auf.
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