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Der Gelbwürfelige Dickkopffalter

Carterocephalus palaemon

Diese Schmetterlingsart kommt auf Wiesen mit Gebüschen vor. Trockenrasen und Waldränder werden ebenfalls von ihr bewohnt. Ihren Namen verdankt sie ihren auffälligen gelblichen Würfelflecken auf der Flügeloberseite.

Gelbwürfeliger Dickkopffalter - Foto: Georg Stelzner/naturgucker.de

Gelbwürfeliger Dickkopffalter - Foto: Georg Stelzner/naturgucker.de

Namen und Verwandtschaft
Wissenschaftlich: Carterocephalus palaemon (auch: Pamphila palaemon); Weitere Namen: Bunter Dickkopffalter; Türkisch: Sarı Benekli ZıpzıpEnglisch: Cheqered Skipper
Verwandtschaft: Familie Dickkopffalter (Hesperiidae); Ordnung Schmetterlinge (Lepidoptera)

Beschreibung
Auf der Oberseite sind beide Flügelpaare des Gelbwürfeligen Dickkopffalters dunkelbraun gefärbt und sie zeigen ein Muster, das aus orangebraunen bis gelblichen Würfelflecken besteht. Gelbbraun ist dagegen die Grundfärbung der Flügelunterseiten. Auf ihnen befinden sich weiße Flecken, die einen schmalen dunklen Rand aufweisen.

Typisch für diese Schmetterlinge ist, dass sie sehr schnell fliegen können.

Die Raupen haben einen schlanken Körperbau und ihre Grundfärbung ist hellgrün. Darauf verlaufen einige weiße und dunkelgrüne Längsstreifen. Mit zunehmendem Alter dunkeln sie nach und sind insgesamt dunkelgrün gefärbt. Zum Herbst hin ändern sie ihre Farbe erneut und sie werden dann bräunlich mit hellen Längsstreifen, wodurch sie während der Überwinterung in der welken Vegetation bestens getarnt sind. Diese bräunliche Färbung zeigen sie auch nach der Winterruhe im nächsten Frühling.

Maße
Flügelspannweite etwa 22 mm bis 28 mm, Raupenlänge maximal etwa 23 mm.


Gelbwürfeliger Dickkopffalter - Foto: Sven Stribrny/naturgucker.de

Gelbwürfeliger Dickkopffalter - Foto: Sven Stribrny/naturgucker.de

Lebensraum
Diese Schmetterlingsart kommt auf Wiesen mit Gebüschen vor, wobei die Wiesen sowohl trocken als auch feucht sein können; Trockenrasen werden ebenfalls von ihr bewohnt. Darüber hinaus leben Gelbwürfelige Dickkopffalter an Waldrändern.

Beobachtungszeit
Erwachsene Falter kann man in Deutschland, Österreich und der Schweiz etwa von Mitte Mai bis Juni beobachten. Raupen treten ab Juli bis in den Herbst in Erscheinung. Ab März bis etwa Mai sind sie nach der Winterruhe wieder zu finden und verpuppen sich im Frühling.

Der Gelbwürfelige Dickkopffalter fliegt in Mitteleuropa jährlich in einer Generation.

Die Überwinterung erfolgt bei dieser Schmetterlingsart als Raupe.

Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet des Gelbwürfeligen Dickkopffalters erstreckt sich über große Teile Europas. Im Süden beginnt es in den nördlichen Pyrenäen und reicht über Mittel- und Nordfrankreich und die italienischen Dolomiten in nördlicher Richtung bis ins hohe Skandinavien; dort endet die Verbreitung am Polarkreis. Ferner kommen die Tiere in Zentral- und Nordasien vor. Man kann sie von der Küste bis in eine Höhe von 1 600 m über dem Meeresspiegel antreffen.

In Großbritannien kam die Art einst auch in England vor, wo sie 1976 als ausgestorben eingestuft wurde. Heute beschränken sich die britischen Vorkommen auf Teile von Schottland.

Sonstiges
Verschiedene Süßgräser dienen den Raupen des Gelbwürfeligen Dickkopffalters als Nahrung. Sie fressen unter anderem an Gewöhnlichem Knäuelgras (Dactylis glomerata), am Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) und am Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense).

Erwachsene Individuen suchen zum Trinken von Nektar besonders gern Günsel (Ajuga) und das Atlantische Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta) auf.

Ein weiterer Name dieser Falterart im deutschsprachigen Raum lautet Bunter Dickkopffalter.

Links
Bilder bei naturgucker.de
Beobachtungen bei naturgucker.de


Text: naturgucker.de


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